013.04.1013.04.10|Niedersachsen|1 Kommentar
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Hannover. Für ein generelles Alkoholverbot in der Bahn hat sich der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, ausgesprochen. „Damit ist nicht jedes Problem gelöst, aber es wäre ein Beitrag, die Zahl der Straftaten zu reduzieren“, sagte Osterroth gestern bei der Vorstellung der Jahresbilanz der rund 2400 Beamten der Bundespolizei in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.

Problematischer Begleiter: Die Bundespolizeidirektion in Hannover geht davon aus, dass ein Alkoholverbot in allen Zügen die Zahl der Straftaten vor und in Zügen sinken lassen würde. Foto: dpa
Die private Bahngesellschaft Metronom hat mit ihrem Alkoholverbot positive Erfahrungen gemacht. Dort sank die Zahl der polizeilich registrierten Vorfälle in den Zügen um mehr als die Hälfte, nachdem voriges Jahr ein generelles Alkoholverbot eingeführt worden war.
Für den Einsatz auf den Großstadtbahnhöfen Hamburg, Hannover und Bremen an den Wochenendnächten hat die Bundespolizei seit vergangenem März eine Sondereinheit mit 100 Mann. „Diese Leute können gezielt zu Problemzeiten eingesetzt werden“, sagte Osterroth.
Die Zahl der Gewaltdelikte in seinem Zuständigkeitsbereich stieg im vergangen Jahr um 2,4 Prozent. „Das hält sich aber noch in Grenzen“, sagte der Präsident. Die Bundespolizei-Direktion Hannover ist für die Sicherheit auf Bahnhöfen, Flughäfen und an den Grenzen in den drei Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Bremen zuständig. Insgesamt registrierten die Beamten dort im vergangenen Jahr 51 919 Straftaten, den größten Teil (13 778) in Hamburg. Bei mehr als der Hälfte aller Fälle (rund 27 200) ging es um Anzeigen wegen Schwarzfahrens. Belastbare Vergleichszahlen aus den Vorjahren gibt es nicht, weil die Polizeistrukturen 2008 neu organisiert wurden.
An der Grenze zu den Niederlanden kämpft die Bundespolizei weiterhin intensiv gegen Schleuserbanden, die illegal Menschen nach Deutschland bringen. Die Zahl der illegalen Einreisen stieg im vergangenen Jahr auf knapp 800 an. „Es ist sehr auffällig, woher die Menschen kommen: An erste Stelle aus Afghanistan, an zweiter Stelle aus Somalia“, sagte Präsident Osterroth. „Es gibt immer einen deutlichen Zusammenhang zwischen den Krisenherden dieser Welt und illegaler Einreise.“ (lni)
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