817.02.1117.02.11|Panorama|29 Kommentare
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Berlin/Kassel. „Bei uns kommt das Geld auch dort an, wo es gebraucht wird.“ So wirbt die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ für die Lose, die sie verkauft und verweist damit zugleich auf ihre Gemeinnützigkeit zugunsten hilfsbedürftiger Menschen.

© Foto: dpa
„Ein Platz an der Sonne“: Monica Lierhaus löst im April Frank Elstner, hier bei einem gemeinsamen Auftritt 2003, als Werbegesicht für die ARD-Fernsehlotterie ab.
So meint der medienpolitische Sprecher der FDP, Burkhardt Müller-Sönksen: „Ich habe generell keine Einwände gegen ein Honorar, aber es sollte maßvoll sein. Es gäbe sicherlich auch A-Prominente in der ARD, die das für eine wohltätige Veranstaltung wie die Fernsehlotterie unentgeltlich machen würden.“
Für Lierhaus, die nach einer schweren Erkrankung zwei Jahre nicht mehr öffentlich aufgetreten war, scheint ihre neue Aufgabe für die eigenständige ARD-Organisation nicht nur Herzensangelegenheit, sondern auch ein neuer Job zu sein. Arbeit, die sie sich bezahlen lassen will wie ihr Vorgänger Frank Elstner. Doch ist eine solche Summe nicht viel zu hoch?
Die Fernsehlotterie wiederum beeilt sich zu versichern, dass Lierhaus’ Lohn nicht aus Gebührengeldern der ARD finanziert werde, sondern aus dem Marketing- und Werbebudget (siehe Fakten). „Wir müssen Lose verkaufen“, meint Mario Czipull von der ARD-Fernsehlotterie zur HNA. „Je mehr wir verkaufen, desto mehr kommt dabei rum - und das tun wir mithilfe einer prominenten Persönlichkeit.“ Lierhaus werde auch mehr als dreimal die Woche im Fernsehen erscheinen, sagte der Sprecher. Die genauen Konditionen ebenso wie die Honorarhöhe will man im März bekannt geben.
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