Ein Drittel der Wähler in Niedersachsen hat sich erst kurzfristig entschieden, für welche Partei und welchen Kandidaten es stimmen würde. Dass viele von ihnen von den alarmierenden Umfragewerten der FDP in den vergangenen Tagen motiviert wurden, der Partei über die Hürde zu helfen, ist mehr als nur eine Vermutung.
Viele Wähler votierten zudem für den CDU-Kandidaten im Wahlkreis und gaben die Zweitstimme der FDP. Was also ist die FDP nach dieser Wahl? Eine Partei für Unentschlossene? Ein Trittbrettfahrer auf dem CDU-Zug? Ein - beinahe mitleidig gewählter - Dauer-Mehrheitsbeschaffer für den großen Partner CDU? Bezeichnend an den Fragen ist, dass sie sich, wie die meisten Wähler wohl auch, nicht mit politischen Inhalten befasst.
Die FDP, das ist nach dieser Wahl deutlich, wird von vielen als Knuddel-Partei gesehen, als politischer Teddybär, den man, wenn er vom Parlaments-Ausschluss bedroht ist, lieb haben muss. Politisch ist das ein Bankrott. Aber das scheint die Wähler wenig zu interessieren. Und die Liberalen, das wird nach dem deutlichen Buhlen um die Zweitstimmen klar, leider auch nicht.
Von Horst Seidenfaden


































































































