Lehrer verzichtet auf Beamtenstatus - "Ich bin kein Held"

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    • 21.01.13
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Verzicht auf Privilegien

Lehrer verzichtet auf Beamtenstatus: "Ich bin kein Held"

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Wuppertal. Arne Ulbricht kann nicht glauben, was er ausgelöst hat: Der 40-jährige Lehrer aus Wuppertal machte öffentlich, dass er kein Beamter mehr sein will. Jetzt ist der Medienrummel riesig.

Der Lehrer und Buchautor Arne Ulbricht in seinem Wohnzimmer in Wuppertal.

© Thissen/dpa

Der Lehrer und Buchautor Arne Ulbricht in seinem Wohnzimmer in Wuppertal.

"Ich komme mir vor, als hätte ich einen Schneeball geworfen, und jetzt kommt eine Lawine wieder zurück", sagt er atemlos, nachdem er bereits am Morgen ein Radio- und ein Fernsehinterview gegeben hat.

Alle wollen wissen, wie es sein kann, dass jemand auf etwas verzichtet, wofür so mancher Angestellter den Beamten beneidet: Sicherheit auf Lebenszeit. Alle wollen wissen, warum jemand freiwillig bares Geld aufgibt - schließlich, so schätzt die Schutzgemeinschaft angestellter Lehrerinnen und Lehrer in NRW, hätten diese am Monatsende 500 Euro weniger auf dem Konto als ihre Beamtenkollegen. Ist Ulbricht ein Idealist, der privilegierten Beamten den Spiegel vorhält? Oder am Ende vielleicht jemand, der sein Buch über den Lehreralltag besser verkaufen will?

Dass er seine Geschichte ganz bewusst gerade jetzt öffentlich macht, bestreitet Ulbricht nicht: Sein Buch "Lehrer - Traumberuf oder Horrorjob?" ist seit kurzem im Handel. Darin kritisiert er auch das Lehrer-Beamten-Dasein. "Es ist nur konsequent, dass ich diese Kritik nun auch als Angestellter übe." Und weil Ulbricht, in dessen Schublade noch selbstverfasste Romane schlummern, schon immer davon träumte, mit dem Schreiben Erfolg zu haben, ist ihm die Aufmerksamkeit für seine Entscheidung durchaus ganz willkommen.

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