Jan Schlüter, HNA-Chefredaktion, kommentiert das Verhalten des Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin folgendermaßen: "Am Anfang sorgte Thilo Sarrazin für Aufsehen, weil sich da einer kritisch zu Themen äußerte, die im politisch korrekten Diskurs weitgehend ausgeklammert wurden.
Und dieser Kritiker war zunächst so wunderbar unverdächtig, weil er ja als Sozialdemokrat und Finanzsenator von Berlin die Stimme erhob.
Mittlerweile ist das anders. Sarrazin, heute im Vorstand der honorigen Bundesbank, provoziert nicht mehr, um auf Dinge aufmerksam zu machen, die seiner Meinung nach unser Land zunehmend belasten. Vielmehr provoziert Sarrazin immer mehr um des Provozierens willen. Längst bemerkt er nicht mehr, dass er wie ein Süchtiger die Droge des Tabubruchs von Mal zu Mal steigern muss, um noch medial wahrgenommen zu werden.
Zuletzt ist er beim „Juden-Gen“ angekommen. Der selbst ernannte Mahner bemerkt offenbar gar nicht, dass er als Hetzer gegen alles Fremde Applaus von der falschen Seite bekommt. Sarrazin hat überzogen und ist in seinem Bundesbank-Amt nicht mehr tragbar. Und auch die SPD wird den Dauerprovokateur wohl bald aus der Partei werfen. Denn sie kann sich sicher sein, dass er nicht zum Märtyrer taugt." jas@hna.de



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