Tierschützer: Zehn Jahre nach Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz hat sich nichts geändert

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    • 19.05.12
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Tierschutz im Grundgesetz: "Es hat sich nichts geändert"

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Berlin. Zehn Jahre nach der Einführung des Tierschutzes in das Grundgesetz hat sich an der realen Situation der Tiere nichts geändert. So lautet das Fazit des Deutschen Tierschutzbundes.

Gnadenlose Auslese: Täglich werden Tausende männliche Küken wegen ihres Geschlechts gleich nach der Geburt getötet, weil sie keine Eier legen können. Foto:  dpa

„Der Unterschied zwischen Anspruch des Grundgesetzes und Wirklichkeit im Tierschutzgesetz ist eklatant“, monierte der Präsident des Tierschutzbunds, Thomas Schröder.

Vor zehn Jahren beschloss der Bundestag mit großer Mehrheit, Artikel 20a des Grundgesetzes um drei Worte zu ergänzen: Der Staat schützt die natürlichen Lebensgrundlagen „und die Tiere“. Die Verfassungsänderung, die am 1. August 2002 in Kraft trat, gibt Lebensbedingungen von Tieren rechtlich mehr Gewicht. Bis dahin galten Regelungen im Tierschutzgesetz leicht als nachrangig, wenn ihnen andere Grundrechte entgegenstanden – etwa die Freiheit der Wissenschaft oder der Religion.

Tierschützer sehen dennoch keinen Grund, das Jubiläum des Gesetzes zu feiern. Die Leiden der Tiere: Der Deutsche Tierschutzbund listet eine lange Reihe von Missständen auf:

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