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Wulff soll auf Ehrensold verzichten

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Berlin - Die Mehrheit der Deutschen will, dass Christian Wulff auf seinen jährlichen Ehrensold in Höhe von 199.000 Euro verzichtet. Auch ein namhafter Vorgänger schließt sich dieser Forderung an.

Christian Wulff

© dapd

Christian Wulff soll auf seinen Ehrensold verzichten.

Altbundespräsident Walter Scheel (FDP) fordert von Christian Wulff, dass er auf seinen lebenslangen jährlichen Ehrensold in Höhe von 199.000 Euro verzichtet. Dies befürwortet laut einer Umfrage auch eine große Mehrheit der Deutschen.

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Scheel sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“, er wünsche sich, dass Wulff klug genug sei, auf seinen Ehrensold zu verzichten. „Damit könnte er beim deutschen Volk verlorenes Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.“

Nach einer Emnid-Umfrage der Zeitung fordern 78 Prozent der Deutschen, Wulff solle auf den Ehrensold verzichten - nur 19 Prozent halten die Pension für angemessen.

Bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten hatte sich Christian Wulff zu der Frage des Ehrensolds geäußert: In der ZDF-Sendung "Was nun, Herr Wulff?" sagte er, dass die Rente für den Bundespräsidenten nicht mehr zeitgemäß sei: "Ich denke da muss ein Zeichen gesetzt werden, das wird man verändern müssen". Und auch finanzielle Abstriche seien selbstverständlich.

Umfrage: 54 Prozent für Gauck als Bundespräsident

Bei der Nachfolge für Christian Wulff rangiert in der Beliebtheit der Bundesbürger der 2010 gescheiterte Joachim Gauck ganz oben. 54 Prozent wünschen sich nach der Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler als neues Staatsoberhaupt. Gauck war 2010 von SPD und Grünen aufgestellt worden und im dritten Wahlgang in der Bundesversammlung gegen Wulff unterlegen.

An zweiter Stelle folgten in der Umfrage mit jeweils 34 Prozent Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Die Zustimmung für Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lag bei 32 Prozent, darauf folgten Bundestagspräsident Norbert Lammert und der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer (beide CDU) mit jeweils 28 Prozent. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle kam nur auf 6 Prozent.

Unabhängig von der Person wünschten sich 79 Prozent der Bürger einen Kandidaten von außerhalb des Politikbetriebes. Nur 16 Prozent gaben an, der Kandidat solle ein ausgewiesener Parteipolitiker sein. Trotz der Rücktritte zweier Bundespräsidenten in zwei Jahren sind die Deutschen weiterhin von der Bedeutung des Amtes überzeugt. Auf die Frage, ob Deutschland einen Bundespräsidenten brauche, antworteten 69 Prozent mit Ja. 30 Prozent waren der Meinung, Deutschland könne auf einen Bundespräsidenten verzichten.

dapd

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