Schwalm-Eder. Ein Euro pro Einwohner: Wenn alle 14 Städte und Gemeinden, die mit dem Tierheim Felsberg-Beuern einen Vertrag abgeschlossen haben, diese Summe zahlen würden, wären die Tierschützer ihre finanziellen Sorgen los.
Wie brenzlig die Situation im einzigen Tierheim des Landkreises ist, das werden Vorstandsmitglieder am heutigen Freitag den Landkreis-Bürgermeistern bei ihrer Dienstversammlung deutlich machen. Einen Euro pro Einwohner zahlt die Stadt Kassel an ihr Tierheim Wau-Mau-Insel. „Das hätten wir auch gerne“, sagt die Beuerner Vereinsvorsitzende Brigitte Vaupel nach einem Treffen in Wiesbaden. Die SPD-Landtagsfraktion hatte wissen wollen, wie es um die Tierschutzorganisationen bestellt ist.
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Um schnelle Hilfe ging es dabei nicht. Da erhoffen sich die Beuerner mehr von den Bürgermeistern. Von den Vertragspartnern kommt zu wenig, um die Kosten für die aufgenommenen Fundtiere zu decken. Beispiel: Allein für Tiere aus dem Stadtgebiet Felsberg gab der Verein im Vorjahr 9500 Euro aus, erhielt aber von der Drei-Burgen-Stadt nur 1500 Euro als Zuschuss. Ähnlich deulich ist die Kluft bei den anderen Kommunen. Nicht allein die Kosten für die Tiere – Unterbringung, Futter, Untersuchungen, Impfungen, Kastrationen – gehen ins Geld.
Damit der Betrieb läuft, der unter Aufsicht des Veterinäramts steht, gibt es zweieinhalb Arbeitsplätze im Tierheim. Für den Monat März muss der Verein allein für die Gehälter 4500 Euro bereit halten. Am Donnerstag aber waren gerade mal 1500 Euro auf dem Konto: 800 von Edermünde, 914 von Gudensberg, der jährliche Anteil dieser Kommunen. Brigitte Vaupel: „Ich hoffe, dass noch andere Städte und Gemeinden zahlen.“ Derweil machen selbst die Angestellten mit Flugblättern auf die Notlage aufmerksam: Kein Tierheim, kein Job. (bmn)



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