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Abschied von der Theke: Nächste Generation übernimmt das Hotel Zur Spitze

Abschied von der Theke: Nächste Generation übernimmt das Hotel Zur Spitze

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Fritzlar. Schicksale, Krankheiten, Trauer und Freude – viele Lebensgeschichten haben Kurt und Hannelore Clobes gehört. Ein Wirt muss auch ein wenig Seelsorger sein, sagt man, und das Ehepaar Clobes hat das 29 Jahre im Hotel-Restaurant Zur Spitze in Fritzlar erlebt.

© Hinter der Theke der Spitze: (von links) Stefan und Petra Clobes, Birgit Engemann-Scholz sowie Hannelore und Kurt Clobes.

Dellit

Zuvor waren beide schon in der Rolandsstube, in der St. Georgs-Stube und in Istha tätig; insgesamt bringen sie es auf 40 Jahre als Wirte. Jetzt ist damit Schluss, die nächste Generation übernimmt.

„Man muss ein offenes Ohr haben“, sagt Hannelore Clobes über die lange Zeit. Dabei habe immer gegolten: „Man hört alles, man sieht alles, aber man petzt nicht.“ Was der Wirt erfährt, ist noch lange nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Auf die Frage, was man in diesem Beruf können muss, überlegen die Clobes eine Weile und sagen dann: „Arbeiten.“ Denn es sei ein Knochenjob. Selbst am Ruhetag des Restaurants muss jemand da sein für die Hotelgäste.

Diesen Knochenjob übernehmen nun Stefan und Petra Clobes. Der 41-Jährige hat im Landhaus Meister in Kassel Koch gelernt, später arbeitete er im Kasino der Fritzlarer Kaserne und seit 1994 im elterlichen Betrieb. Dort werde sich nichts grundlegend ändern. Einige Veränderungen gibt es aber, angefangen von Verschönerungen im Gastraum.

Auch eine neue Speisekarte wird es geben, wenn die Spitze heute wieder öffnet. Viele traditionelle Speisen bleiben aber.

Die Hotelzimmer sollen nach und nach modernisiert werden, kündigt Petra Clobes an. Keine Neuigkeiten gibt es indes in Bezug auf das verfallende Haus hinter dem Hotel. Es dürfe abgerissen werden, auch ein Neubau sei genehmigt, sagt der neue Chef. Allerdings sei das momentan zu teuer.

Von Olaf Dellit

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