Gudensberg. Seit zwei Jahren gibt es in Gudensberg die „Initiative Stolpersteine“, die mit Unterstützung der örtlichen Schulen ins Leben gerufen wurde, um an die von 1933 bis 1945 verfolgten, vertriebenen und ermordeten Menschen aus der Stadt zu erinnern.
Der Kölner Künstler Gunter Demnig wird am Mittwoch, 12. Mai, wieder nach Gudensberg kommen und die nächsten Steine verlegen. Um 11.30 Uhr ist Treffpunkt für alle im Familien- und Kommunikationszentrum Quartier im Grabenweg 7.
Der erste Stein wird vor dem weißen Haus der Grundschule im Grabenweg 3 verlegt. Die nächsten Stationen werden sein die ehemalige Jüdische Schule (Hintergasse 21, neben der Synagoge), das Haus Löwenstein, Alter Markt 5, der Alte Markt 8, die Braugasse 5, die Fritzlarer Str. 2 (VR-Bank Chattengau), Fritzlarer Str. 6 und Bahnhofstr. 7. Das Ende ist voraussichtlich gegen 14 Uhr.
Wer neugierig auf die Aktion geworden ist, sollte zu den Ereignis dazu kommen. Dort kann er den Initiator der „Stolpersteine“, bei seiner Arbeit beobachten.
Gunter Demnig hat in über 280 deutschen Städten und Gemeinden 13 000 Stolpersteine verlegt. Er wurde für sein Projekt im Oktober 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Auch in Nachbargemeinden wie Niedenstein, Fritzlar, Melsungen und Spangenberg liegen mittlerweile Stolpersteine. (ula)



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