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Betriebsprüfer sorgten für 44 Millionen Euro

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Schwalm-Eder. Zig Millionen Euro Steuergeld gehen allein im Landkreis jährlich verloren. Aus Unkenntnis oder mit Vorsatz werden falsche Steuererklärungen abgegeben.

Die 14 Betriebsprüfer des Finanzamtes im Schwalm-Eder-Kreis versuchen, den Verlust möglichst gering zu halten. In den vergangenen fünf Jahren wurden wegen ihrer Arbeit 44 Millionen Euro Mehrsteuern festgestellt und jährlich 20 Strafanzeigen wegen Steuerhinterziehung gestellt.

400 Betriebsprüfungen gebe es im Landkreis jährlich. Davon seien 150 lediglich Überprüfungen der Umsatzsteuer, sagt Wolfgang Kirchhoff, Sachgebietsleiter Betriebsprüfungen.

Die Prüfer seien dabei nicht immer wohlgelitten, sagt Kirchhoff. Es komme vor, dass man in einem Gartenhäuschen oder einem ungeheizten Kellerraum untergebracht werden soll, sagt Bernd Becker, einer von acht männlichen Prüfern.

„Unser Grundsatz ist, dafür zu sorgen, dass die Gesetze gleichmäßig ausgelegt werden“, erklärt Alexander Porst, stellvertretender Leiter des Finanzamtes Schwalm-Eder.

Etwa 15 000 Betriebe und Selbstständige gibt es im Landkreis. Jeder Eigentümer einer kleinen Photovoltaik-Anlage werde allerdings beim Finanzamt geführt. Überprüfungen seien dort meist nicht nötig, sagt Porst. Relevant seien aber mindestens 3000 bis 5000 Betriebe und Selbstständige. Ebenfalls geprüft würden Personen mit einem Einkommen von 500 000 Euro und mehr.

Betriebsprüfer müssen sich anmelden - schriftlich und mit 14 Tagen Vorlauf. Geprüft wird üblicherweise die Buchführung der vergangenen drei Jahre. Viele Unternehmen werden von den Betriebsprüfern ausgewählt, einige werden vom Innendienst wegen Auffälligkeiten vorgeschlagen. Bei 90 Prozent aller geprüften Betriebe gebe es Nachzahlungen, bei wenigen Erstattungen.

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