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Bad Zwestener Kläranlage soll saniert werden – Kanalbau in mehreren Straßen

Kläranlage Bad Zwesten soll saniert werden

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Bad Zwesten. Jahrelang wurde geplant, nun wird es ernst: Die alte Kläranlage des Kurortes soll aufgerüstet und in der Kerngemeinde in acht Straßen die Kanal- und Wasserleitungen ausgetauscht werden.

Das werde für die Einwohner zu Beeinträchtigungen führe, zumal die Fahrbahnen in Wintermonaten voraussichtlich zunächst nur mit Schotter wiederhergestellt werden können.

In der Parlamentssitzung am Donnerstag werden die Gemeindevertreter voraussichtlich über den Ausbau der Kläranlage und das Kanalprogramm entscheiden. Es geht um Investitionen von 3,7 Millionen Euro - inklusive des Austauschs der Wasserleitungen sowie des Straßenbaus.

Seit 2003 seien immer wieder neue Varianten für die Kläranlage durchgerechnet worden. Fest steht, dass die Reinigungsleistung der alten Anlage (Bauzeit 1970/1971) nicht mehr ausreicht. Unter anderem werden die Ammonium-Grenzwerte teilweise nicht eingehalten. Nun soll dem vorhandenen Tropfkörperbecken eine weitere Komponente nachgeschaltet werden, die den Sauerstoffgehalt des Wassers erhöht.

„Wartezeit hat sich gelohnt“

„Die lange Wartezeit hat sich aber gelohnt“, sagt Bürgermeister Michael Köhler. Die Erneuerung der Kläranlage werde 1,3 Millionen Euro kosten. 2003 waren 2,8 Millionen Euro veranschlagt worden. Entsprechend geringer könnte auch die Belastung für die Bad Zwestener ausfallen. Die Kosten für solche Investitionen werden in Bad Zwesten über die Abwassergebühren an die Haushalte weitergegeben. Welcher Preis pro Kubikmeter künftig fällig wird, ist noch nicht entschieden. Nach jetziger Satzung müsste die Gebühr von 4,40 Euro auf 5,10 Euro pro Kubikmeter angehoben werden.

Allerdings steht auch eine Satzungsänderung an. Künftig wird voraussichtlich auch berücksichtigt, in welchem Umfang Flächen versiegelt sind.

Was den Kanalbau und die Sanierung der Kläranlage angeht, sei die Gemeinde jetzt im Zugzwang, erklärt Bürgermeister Köhler.

Die Zuschüsse des Landes müssten noch in diesem Jahr abgerufen werden, sonst verfallen sie. Eine Million Euro steht zur Verfügung. Köhler: „Wir stehen vor einer Herkulesaufgabe.“

Die werde nicht bis zum nächsten Winter zu bewältigen sein. Die Wasserleitungen werde man erst 2013 neu verlegen und die Fahrbahnen erneuern können. Die Straßen werde man zunächst nur schottern.

Von Heinz Rohde

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