Homberg. Die mit Asbestfasern belastete Lagerhalle des Forst- und Umweltdienstes in Homberg wird bis Ende März von einer Fachfirma gereinigt. Bis dahin ist der Zutritt zu den einzelnen Abschnitten beschränkt oder aber ganz verboten.
Das ist das Ergebnis des Ortstermins, bei dem gestern unter anderem Vertreter von Bauaufsicht und Regierungspräsidium, Architektur- und Gutachterbüros sowie des Forst- und Umweltdienstes Schwalm-Eder an der Halle zusammenkamen. Diese hatte im Mai ein neues Dach erhalten. Seitdem gingen die Meinungen darüber, ob es bei der Sanierung zu Umweltbelastungen gekommen sei, weit auseinander (wir berichteten).
Da das jüngste von insgesamt sechs Gutachten in manchen Hallenabschnitten Asbestfasern nachgewiesen hatte, werde nun die komplette Halle von einer Spezialfirma gereinigt. Dafür soll bis nächste Woche ein Leistungsverzeichnis mit den anfallenden Arbeiten erstellt werden, um Angebote von entsprechenden Firmen einholen zu können. Sie sollen bis zur ersten Märzwoche vorliegen, teilt Geschäftsführer Manfred Möller-Sauter mit.
Man suche ein Unternehmen, das mit entsprechendem Wissen, großem Team und binnen kurzer Zeit die Arbeiten übernehmen könne, teilte Möller-Sauter gestern mit: „Wir haben größtes Interesse daran, dass die Angelegenheit schnellstens und gewissenhaft erledigt wird.“
Alle Teilnehmer seien sich beim Ortstermin darüber einig gewesen seien, dass zu keiner Zeit eine gesundheitliche Gefährdung vorgelegen habe, weder für Mitarbeiter noch für Mieter, betont der Forst- und Umweltdienst. „Wir haben nie fahrlässig gehandelt.“ Die Reinigung soll nun in abgestuften Schritten erfolgen: Zuerst soll sie in jenen Abschnitten erfolgen, in denen die jüngst entnommenen Klebeproben die stärksten Belastungen aufwiesen.
Insgesamt aber würden alle Hallenabschnitte nach „strengen Vorgaben“ gereinigt, wie Möller-Sauter mitteilte – auch jene, in denen der Test der Klebeproben negativ ausgefallen sei.
Nach Abschluss der Arbeiten soll eine Erfolgskontrolle in Form von Raumluftmessungen und Klebeproben erfolgen. Dann, sagt Möller-Sauter, müsse eine deutlich geringere Belastung vorliegen. Eine Nullbelastung aber, das hätten die Fachleute bereits jetzt versichert, könne es in dieser Halle, in der jahrzehntelang mit Asbest hantiert worden sei, nicht geben.
Von Claudia Brandau



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