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Klebe-Spur durch die Stadt: Kampf gegen ausgespuckte Kaugummis aufgegeben

Klebe-Spur durch die Stadt: Kampf gegen ausgespuckte Kaugummis aufgegeben

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Homberg. Graue Flecke säumen die Bürgersteige von Homberg: ausgespuckte Kaugummis. Fast sind sie ein Wegweiser, denn je näher man einer der Schulen im Stadtgebiet kommt, desto mehr Kaugummis kleben unappetitlich auf den Bürgersteigen. Ein Ärgernis für die Stadt.

Eklige Hinterlassenschaft: Jede Menge Kaugummis kleben auf den Bürgersteigen in Homberg.

Doch das Geld dafür, um die ausgespuckten Kaugummis zu entfernen, fehlt in der Stadtkasse.

„Weil kein Geld dafür da ist, bleiben sie liegen. Wir müssen Prioritäten setzen“, sagt Bürgermeister Martin Wagner. „Wir haben rund 2500 Schüler, die jeden Tag in Homberg zur Schule gehen und sich auf dem Weg ihrer Kaugummis entledigen“, fügt Wagner an. Da komme eine ganze Menge klebriger Flecken zusammen, die alles andere als schön seien.

Schäden durch Reinigung

„Wir haben schon mal versucht die Flecken zu entfernen. Doch sorgte der Hochdruckreiniger für Schäden an den Fugen des Pflasters und somit wäre ein noch größerer Schaden entstanden“, erklärt er. Und sie Gehsteige professionell reinigen zu lassen, das sei einfach zu teuer. Pro Quadratmeter kommt man etwa auf 15 Euro – pro Reinigung. Deshalb habe die Stadt die Reinigung der Bürgersteige aufgegeben.

„Zwar ärgern sich die Leute auch über Zigarettenkippen und Hundekot, aber Kaugummi-Reinigung ist Extremschmutzbeseitigung“, erklärt Wagner. Die synthetische, anfangs leicht verformbare Masse lässt sich, einmal getrocknet, auch von Kehrmaschinen nicht mehr vom Asphalt lösen; von selbst zersetzt sie sich erst nach fünf Jahren.

„Die Flecken verschlechtern das Bild der Stadt. Sie sind ein Ärgernis. Es würde doch auch niemand in seinem Kinderzimmer ein Kaugummi ausspucken“, sagt Wagner. Verboten sei das Ausspucken auf die Wege und Straßen in Homberg zudem – im übrigen ebenso wie das Wegwerfen von Zigarettenkippen.

Doch sei die Kontrolle kaum möglich. „Man muss die Kaugummi-Spucker inflagranti ertappen“, sagt Wagner. „Es bleibt uns nur, darauf aufmerksam zu machen und so die Menschen davon abzuhalten.“

Von Maja Yüce

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