Konzert mit Maria Mena: Kuscheln gegen Geister

Konzert mit Maria Mena: Kuscheln gegen Geister

1013.10.1113.10.11|Fritzlar-Homberg|
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Züschen. Sollten in der Garvensburg in Züschen tatsächlich Gespenster ihr Unwesen treiben, wie Maria Mena befürchtete, so hätten sie am Mittwoch einen schönen Abend bei einem sehr exklusiven, stimmungsvollen Konzert mit der norwegischen Sängerin erlebt.

Der Radiosender FFH hatte Mena zum „kleinsten Kuschelkonzert der Welt“ nach Züschen eingeladen. Die 20 Karten für jeweils ein Paar wurden verlost, eine davon von der HNA.

Der Saal des Schlösschens war in farbiges Licht getaucht, der Kamin knisterte und das harsche Herbstwetter tat ein Übriges, um im Inneren für Kuschelatmosphäre zu sorgen. Die 25-jährige Norwegerin trat mit ihrer dreiköpfigen Band gut gelaunt auf und verkündete, dass sie das Schloss gerne behalten wolle.

Sanfte Klänge von Keyboard, Bass, Gitarre und Menas klare, warme Stimme erfüllten den Raum. Bereits beim Auftaktlied „Viktoria“ von ihrer soeben erschienenen CD wurde das erste Taschentuch gezückt.

Immer wieder entschuldigte sich die Sängerin dafür, dass ihre Lieder meist von unglücklicher Liebe handelten und sich so gar nicht für ein romantisches Pärchenkonzert eignen würden. Die Zuschauer störte das allerdings nicht, denn Menas Musik ist melancholisch-schön. Bei den schnelleren Stücken wie „You’re The Only One“ strahlte sie Lebensfreude aus, passend zum frech-frivolen Text. Dieser, so erzählte Mena, hätte ihrem Vater gar nicht gefallen, zumal auch das männliche Geschlechtsorgan eine Rolle spielt.

Nur Piano und Stimme

Die berührendsten waren die ruhigen Momente, wenn Maria Mena nur von Pianoklängen begleitet (Keyboard: Bjarne Gustavsen) sang. So wie bei „Secrets“, bei dem die Sängerin plötzlich unendlich traurig aussah und das Liebesleid fast mit Händen zu greifen war. Und doch war es kein trauriges Konzert, denn Mena lockerte die Stimmung nicht nur mit schnelleren Stücken auf, sondern auch mit ihren kurzen Ansagen und ihrem natürlichen Auftreten. So gab sie das Eherezept ihres Vaters preis, der viermal verheiratet war. „Keine Ahnung, aber Bier hilft“, habe er gesagt. Seine Tochter schreckt das nicht ab, im kommenden Jahr will sie heiraten, erzählte sie.

Nach dem einstündigen Auftritt ließ FFH ein Panoramafoto machen. Maria Mena nutzte die Gelegenheit, um Faxen zu machen – sehr zur Freude des Publikums. Das freute sich auch, dass sie sich Zeit für Autogramme und Fotos mit den Fans nahm.

Sollte es in der Garvensburg Gespenster geben, Maria Mena müsste sie nicht fürchten, denn die würden sie nach diesem Abend lieben.

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