Jesberg. Die finanzielle Lage in der Kellerwaldgemeinde ist alles andere als rosig. Trotz eines Anstiegs bei der Einkommenssteuer, den Schlüsselzuweisungen und den Realsteuern bleibt unter dem Strich ein Loch in Höhe von 325 000 Euro, sagte Bürgermeister Günter Schlemmer am Montagabend.
Eine Verbesserung der Haushaltslage ist nicht in Sicht. Erst eine Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs würde Veränderungen bringen. Dennoch will die Kellerwaldgemeinde auf Investitionen nicht verzichten. Fast zwei Millionen Euro will Jesberg in verschiedene Projekte stecken. Doch dazu muss die Kommune 1,8 Millionen Euro aufnehmen. Rekord, wie Schlemmer kommentiert. Dies sei nötig, weil in den vergangenen vier Jahren das Geld aus der Sonderförderung für den Bau der Abwasseranlagen in Elnrode und Reptich verbaut wurden.
Die Folge: Für die Restarbeiten muss sich Jesberg Geld vom Kreditmarkt borgen. In diesem Bereich steigt die Verschuldung auf 7,3 Millionen Euro. Dazu kommen noch zwei Millionen Euro, mit denen die Kellerwaldgemeinde bei Bund und Land in der Kreide steht.
Zu den dicken Brocken bei den Investitionen zählen die Dorferneuerung in Elnrode/Strang (200 000 Euro), die Kanalerneuerung in der Ortslage von Elnrode (700 000 Euro), der 2. Bauabschnitt des Sanitärgebäudes auf dem Campingplatz (150 000 Euro) und die Gilsabrücke Reptich (550 000 Euro). (ras)



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