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Spaziergang zu den Stolpersteinen

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Homberg. Mit einem Spaziergang zu einigen der Stolpersteine in der Homberger Innenstadt machten sich am Mittwochabend rund 80 Menschen auf. Dabei wurde den Opfern der Nationalsozialisten gedacht.

© Kasiewicz

Ein Rundgang gegen das Vergessen: 80 Teilnehmer waren gekommen, um bei der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Homberg dabei zu sein.

So wie in Homberg wurde in vielen Orten des Landkreises den Opfern gedacht. Erstmals mit dabei waren Schüler der Theodor-Heuss-Schule. Sie erinnerten an den Stolpersteinen an die Menschen, deren Namen darauf eingraviert sind.

„Einfaches haben wir nicht vor“, sagt Pfarrrer Friedrich Heidelbach zu den Teilnehmern. „Wir wollen uns erinnern an die Ereignisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. In ganz Deutschland, und hier in Homberg schon eher, wurden Menschen, verfolgt, misshandelt und drangsaliert“, erklärte er. Mehr noch: In der Pogromnacht wurden Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte zertrümmert.

Daran sollte die Veranstaltung, die vom ökumenischen Arbeitskreis organisiert wurde, erinnern und sie sollte wachrütteln. Genau das tat sie auch. In einem einstündigen Gang passierten die Homberger mehrere Stationen, die an das Leben von jüdischen Einwohnern erinnerte. Es wurden Namen der Nachbarn von einst gehört und so wahrgenommen, was man von Menschen wie beispielsweise Julius Heilbronn, Margret Grundmann, Julius und Beate Höxter oder Heinemann Goldschmidt weiß. Auch ihre Namen stehen auf den kleinen Tafeln aus Messing. Dabei halfen die Texte, die von den Schülern vorgelesen wurden. In der Arbeitsgemeinschaft Schule ohne Rassismus entstand die Idee, die Jungen und Mädchen die Gedenkveranstaltung gestalten zu lassen. Musikalische Unterstützung gab es von Thomas Kirchhofs.

„Wir tun das, weil wir fest davon überzeugt sind, dass sich so etwas in unserem Land nicht wiederholen darf. Wir tun das, weil uns am friedvollen und das Leben bejahenden Miteinander von Menschen liegt. Wir tun das auch gegen das Vergessen“, sagte Pfarrer Heidelbach während des Rundgangs.

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