Gudensberg. Die Aktivitäten der Initiative „Stolpersteine für Gudensberg“ gehen weiter und werden vom neuen Bürgermeister Frank Börner unterstützt. Börner und die Sprecher der Initiative, Jens Haupt und Frank Skischus, freuten sich über die erfolgreiche Benefiz-Veranstaltung des Kasseler Kabaretts „Organtheater“ im Löwensteinkeller in Gudensberg. Mehr als 700 Euro kamen dabei zusammen, die für die Verlegung weiterer Stolpersteine in der Stadt verwendet werden sollen.
Jens Haupt berichtete von seiner Begegnung mit dem Gudensberger Überlebenden des Holocausts, Carlos Plaut, in einem Altenheim in Jerusalem. Er lebte in dem Haus, in dem heute die VR-Bank zuhause ist. Seine Familie, die Familie Mansbach und die Familie Engelbert hatten Priorität bei den Überlegungen der Stolpersteininitiative, weil es bei diesen Familien noch Überlebende gibt.
Stolpersteine sollen auch verlegt werden für die Familie des letzten Lehrers der Jüdischen Schule, Hermann Stern, sowie für Opfer der politischen Verfolgung wie Hermann Bauer und Christian Abel, Paul Wickenhöfer und Heinrich Treibert (Besse).
Nächste öffentliche Veranstaltung der Initiative ist der Besuch des Jüdischen Friedhofs in Obervorschütz unter Leitung von Deborah Tal-Rüttger am 25. April um 16 Uhr. Treffpunkt in Obervorschütz ist die Hauptstraße 3 (ehemals Haus Adler). Die nächste Verlegung der Stolpersteine ist mit dem Künstler Gunter Demnig für den Mittwoch, 12. Mai abgesprochen. (red)



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