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In Wabern wurde über die Stellung der modernen Frau im Islam diskutiert

Sie sind die Quelle des Glücks

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Wabern. Den Weltfrauentag hatte die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde Wabern zum Anlass genommen, zu Vorträgen mit anschließender Diskussion in ihre Moschee einzuladen. Thema der Veranstaltung von Frauen für Frauen war die Rolle der muslimischen Frau in der Gegenwart.

Sie diskutierten über die Rolle der Frau im Islam: Shazia Farooq (links) von der Ahmadiyya-Gemeinde Kassel mit ihrem Sohn Hashim und Samina Farhad, Ahmadiyya-Gemeinde Wabern. Foto: Mangold

Sie diskutierten über die Rolle der Frau im Islam: Shazia Farooq (links) von der Ahmadiyya-Gemeinde Kassel mit ihrem Sohn Hashim und Samina Farhad, Ahmadiyya-Gemeinde Wabern. Foto: Mangold

Im Islam sei die Frau von Natur aus weder schlecht noch minderwertig, erklärte Farah Aslam, Mitglied der Waberner Gemeinde, den 15 Gästen im Stuhlkreis im runden Raum der Moschee. Die Frau sei die Freundin des Mannes, die Quelle des Glücks und die Königin der Familie.

Keine Unterdrückung

Eine Unterdrückung der Frau widerspreche den Lehren des Islams, der schon vor über 1000 Jahren der Frau eine bedeutend hohe soziale Stellung eingeräumt habe, erläuterte Aslam. Die Stellung der muslimischen Frau sei ein beliebtes Thema in den Medien, werde aber oft falsch dargestellt. Dabei würden Bräuche dem Islam zugerechnet, die Migranten aus der Türkei, Marokko, Algerien und anderen muslimischen Ländern mitbrächten, die aber nicht aus dem Islam stammten. Die Erniedrigung der Frau sei durch das Übersehen und Ignorieren der Gesetze Allahs entstanden.

Shazia Farooq, Beauftragte für interreligiösen Dialog, beantwortete Fragen der Zuhörer nach Bildung, Integration und Mission der muslimischen Frauen. Das Gespräch zwischen den Religionen diene ihrer Mission, sagte sie. Sie erklärten dabei ihren Glauben, zu dem auch die Toleranz gegenüber anderen Religionen gehöre. Für die Integration sei ein bestimmtes Maß an Anpassung erforderlich. Hauptziel sei es, sich anzupassen ohne die eigene Identität dabei zu verlieren.

Beispielsweise müsse man nicht zu bestimmten Uhrzeiten beten und dazu auf dem Boden knien. Wenn das im Beruf nicht möglich sei, könne man das Beten auch später zu Hause nachholen.

„Religion ist eine Sache des Herzens, nur wenn es von Herzen kommt, ist es richtig“, erklärte Shazia Farooq ihren Glauben. So sei auch das Tragen des Kopftuches keine Pflicht. Nur wer sich zum Kopftuchtragen bereit fühle, würde es auch tragen, gezwungen werde dazu aber keine Frau.

Von Bettina Mangold

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