117.03.1017.03.10|Fritzlar-Homberg|1 Kommentar
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Rodemann. Die ersten Jugend-Bezirksmeisterschaften im Blitz-Schach fanden in Homberg statt. Sieger wurde Sven Grünwald aus Homberg.

Sie spielen gerne Schach: Alisa Weber (12 J., links) und Jasmin Jäger (12 J.), beide vom Homberger Schachclub. Foto: yma
Ausrichter war der Schachbezirk Nordhessen des Hessischen Schachbundes, der auch schon diverse Schul-Schach-Rallyes in der schnellen Schachart organisiert hat. Gastgeber war der Homberger Schachclub, dessen Einladung 15 Teilnehmer ins Vereinshaus in Rodemann gefolgt waren.
Leider sei nur die Hälfte der angemeldeten Jugendlichen zum Wettkampf angereist, sagte Frank Jäger, Vorsitzender des Homberger Vereins. Das läge aber sicher auch am sehr gedrängten Terminplan der jugendlichen Vereins-Schachspieler, erklärte Erhard Hübenthal vom Schachbezirk Nordhessen. Parallel zum Turnier in Rodemann liefen zusätzlich drei Bezirksmeisterschaften, sieben Schul-Schach-Rallyes und das Landesfinale.
„Beim Blitzschach muss man weniger nachdenken“, sagte Sven Grünwald aus Homberg. Der 15-Jährige verlor kein Spiel und wurde Sieger des Wettkampfes und der Altersklasse U 18. Er war mit der höchsten Turnierwertungszahl (TWZ) auch der stärkste Spieler des Wettkampfes. Ihm gefalle Blitz-Schach gut, normales Schach sei aber anspruchsvoller, sagte der ehemalige Hessenmeister der Jugendklasse U 8, der in seiner Freizeit auch Fußball im Verein spielt.
Jüngster Spieler des Turniers war Kay Lucas Kersten aus Kassel, der mit grade mal acht Jahren in seiner Altersklasse den Pokal für den ersten Platz holte. Der Zweitklässler spielt seit seinem fünften Lebensjahr Schach. Gelernt hat er das Spiel von seinem Vater Uwe Kersten, der von Beruf Schachtrainer und Landestrainer für die hessischen Schach-Kaderspieler ist. Auch Kay Lucas’ dreijähriger Bruder Jan Leo hat bereits Spaß am Schachspiel. Zum Turnier nach Rodemann war die ganze Familie angereist. Turnierschach spiele Kay Lucas aber nur, wenn es sich nicht mit den Terminen von seinem Fußballverein überschneide, erklärte Mutter Gülser Kersten.
„Schach ist keine Randsportgruppe mehr“, sagte Norbert Niemeyer, Referent für Jugendschach des Schachbezirks Nordhessen. In der Altersgruppe der Acht- bis Zwölfjährigen habe man einen erfreulichen Zulauf festgestellt.
Trotz Computer und anderer elektronischer Spiele hätten die Kinder offensichtlich ein Bedürfnis, sich mit echten Menschen zu messen und beim Spielen auch mal eine Spielfigur anzufassen.
„Belegt wird das durch die starke Beteiligung bei den Schul-Schach-Rallyes, an denen immer zwischen 100 und 150 Jugendliche teilnehmen“, sagte Norbert Niemeyer weiter. ARTIKEL LINKS
Von Bettina Mangold
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