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Landkreis klagt: Zu wenig Geld für neue Plätze in Kinderkrippen

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Schwalm-Eder. Die Nachfrage bei Krippenplätzen für Kinder im Alter bis drei Jahren ist im Landkreis stark gestiegen. Darauf wollte der Schwalm-Eder-Kreis reagieren und weitere 116 Plätze in zehn Einrichtungen anbieten. Die Pläne müssen jedoch größtenteils auf Eis gelegt werden.

Der Landkreis erhalte für 2012 nur einen Bruchteil der Zuschüsse, die nötig gewesen wären. Darauf hat der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker hingewiesen. 1,6 Millionen Euro habe man beantragt, nur 168.000 Euro seien vom Land bewilligt worden. Becker: „Das ist sehr wenig. Damit kommt die Entwicklung deutlich ins Stocken.“ Mit dem Geld könne dieses Jahr nur eine neue Gruppe gefördert werden. Welche das sein werde, sei noch nicht entschieden. Ab 2013 haben Eltern von Kindern bis drei Jahre einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindergruppe. 4000 Kinder in diesem Alter gibt es im Landkreis.

Der Bedarf sei in den Kommunen sehr unterschiedlich. Spitzenreiter ist die Gemeinde Malsfeld, wo 59 Prozent der Kinder eine Krippe besuchen. In einigen kleineren Gemeinden sei die Nachfrage deutlich geringer. Die vom Gesetzgeber vorgegebene Marge liegt bei 35 Prozent. Angesichts der großen Nachfrage visiert der Kreistag für den Landkreis eine Quote von 37 Prozent (derzeit 33 Prozent) an. Dieses Ziel sei aber mit der angekündigten Förderung nicht zu erreichen, klagt Becker.

Ärgerlich sei, dass vor allem Frankfurt überproportional von der Landesförderung profitiere. Die Förderquote betrage dort 22,3 Prozent. Für den Landkreis sind es 1,5 Prozent. Für Frankfurt spiele wohl die Oberbürgermeisterwahl und der Wahlkampf von CDU-Kandidat Boris Rhein eine Rolle, vermutet Becker.

Diesen Vorwurf weist das Sozialministerium zurück. Es gebe kein politisches Kalkül. Frankfurt habe in Sachen Krippenplätze einen großen Nachholbedarf.

Rubriklistenbild: © dpa

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