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Alle sollen mit ins Strom-Boot

Felsberg ist Modellkommune für Erneuerbare Energien – Informationsabend als Auftakt

Alle sollen mit ins Strom-Boot

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Felsberg. Felsberg will erneuerbare Energien – und zwar zu 100 Prozent. Erzeugung und Verbrauch sollen sich die Waage halten. Das geht nur, wenn die Bevölkerung mitmacht. Um sie mit ins Boot zu holen, gibt es fünf Informationsveranstaltungen. Eine fand am Montagabend in der Drei-Burgen-Schule statt.

Gemeinsam für bessere Energiegewinnung: Von links der Koordinator für Energieprojekte Heiko Fenzl (Stadt Felsberg), Friedwart Vogel und Harald Wersich von der Bürgerinitiative GeGeFe, Dr. Michael Krause vom Fraunhofer-Institut, Projektkoordinatorin Dr. Sabine Säck-da Silva (Deenet), Umweltberater Heinrich Kern (Stadt Felsberg), Wolfram Heckmann vom Fraunhofer-Institut, Projektleitung Ralf Meyer (E.ON) und Projektleiter Forschung Thorsten Bülo (SMA). Foto: Berger

Gemeinsam für bessere Energiegewinnung: Von links der Koordinator für Energieprojekte Heiko Fenzl (Stadt Felsberg), Friedwart Vogel und Harald Wersich von der Bürgerinitiative GeGeFe, Dr. Michael Krause vom Fraunhofer-Institut, Projektkoordinatorin Dr. Sabine Säck-da Silva (Deenet), Umweltberater Heinrich Kern (Stadt Felsberg), Wolfram Heckmann vom Fraunhofer-Institut, Projektleitung Ralf Meyer (E.ON) und Projektleiter Forschung Thorsten Bülo (SMA). Foto: Berger

Vertreter der beteiligten Partner informierten über die Aktion, die bis 2012 laufen wird, und darüber, welche Möglichkeiten sich jedem Einzelnen zur Mitarbeit bieten.

Nun geht es vornehmlich darum, bekannte Techniken auszubauen und neue zu testen. „Wir werden in Felsberg aufzeigen, wie eine schrittweise Umstellung erfolgen kann“, sagte Projektleiter Ralf Meyer von der E.on. So gebe es nicht nur die Möglichkeit, mittels Sonnen- und Windkraft Energie zu produzieren, sondern auch mit Wasserkraft, nachwachsenden Rohstoffen oder per Kraft-Wärme-Kopplung mit Biogas. Es gehe außerdem um einen Wandel des Bewusstseins bei den Einwohnern. „Es macht zum Beispiel viel aus, in einem ordentlich gedämmten Haus zu leben“, erzählte Dr. Michael Krause vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik. „Das spart Energie und schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.“ Bürger, die nicht recht wissen, wo und wie sie ansetzen sollen, um sich in dieser Sache zu engagieren, können sich von den Projektpartnern beraten lassen. Beispielsweise vom Koordinator Energieprojekte der Stadt Felsberg, Heiko Fenzl, und von der Gemeindenützlichen Genossenschaft Felsberg (GeGeFe).

„Zunächst erstellen wir eine Analyse des Ist-Zustands in Felsberg“, erklärte Sabine Säck-da Silva von Deennet. „Dann formulieren wir die Zielsetzung“ - und die heißt: bestenfalls hundertprozentige Versorgung der Kommune über zukunftsfähige Energieversorgung. „Letzter Schritt ist dann die Umstellung der Energiegewinnung. Laut Felsbergs Umweltberater Heinrich Kern sollen die alternativen Energien den Bürgern nicht aufgezwungen werden – vielmehr gehe es um umfassende Aufklärung und Beistand in allen Fragen rund um neue Energiekonzepte. „Die Menschen müssen aktiv eingebunden werden“, sagte Ralf Meyer. „Andernfalls ist die Umstellung Felsbergs auf 100 Prozent erneuerbare Energie nur schwierig zu realisieren.“ weitere Artikel

Von Markus Berger

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