Spangenberg. Der Sammlerliebe der Familie Kellner-Krebs aus Bergheim ist es zu verdanken, dass eine 75 Jahre alte Lanz-Dreschmaschine erhalten wurde.
Mitglieder des Historischen Maschinenrings Spangenberg haben sich schon seit Jahren um das alte Schätzchen gekümmert. Nun ist sie in das Eigentum des Vereins übergegangen.
Auf dem Hof von Christa Kellner in Bergheim fand die , um die Übergabe statt. „Wer so eine Maschine besitzt, kann stolz sein“, freute sich Herbert Thomas, Vorsitzender des Vereins. Er und 21 weitere Mitglieder haben es sich zum Ziel gemacht, landwirtschaftliche Geräte aus den Jahren 1935 bis 1955 zu pflegen, zu sammeln und diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Der Fahrzeugpark des Vereins, der nächstes Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, umfasst mehr als 100 Sammlerstücke aus den Jahren der Maschinisierung der Landwirtschaft, von Zug- und Dreschmaschinen bis zu Mähbindern und Ackerpflügen.
„Diese Maschine ist der Ferrari unter den Dreschmaschinen.“
Herbert Thomas
Die Dreschmaschine, die viele Jahre in der Scheune von Christa Kellner überdauerte, ergänzt die Sammlung in besonderer Weise. „Sie wurde von der Firma Lanz hergestellt. Diese Maschine ist der Ferrari unter den Dreschmaschinen“, erklärte Herbert Thomas und schaute stolz auf die sieben Tonnen schwere Maschine.
Die Anschaffung eines solch großen Geräts war damals für einen einzelnen Hof unerschwinglich, weshalb große Lohndreschunternehmen diese vermieteten.
Auf zentralen Sammelplätzen kamen die Bauern der umliegenden Höfe zusammen, um ihr Getreide von der Maschine dreschen zu lassen, was ihnen viel mühevolle Handarbeit ersparte.
Mit der gleichzeitigen Verarbeitung der Halme und Ähren zu Stroh, Spreu und Getreide stellten die großen Lohndreschmaschinen eine echte Revolution der Landwirtschaft dar.
Einen eigenen Antrieb besitzt die „neue alte“ Maschine des Historischen Maschinenrings Spangenberg allerdings nicht, weshalb sie auch auf einen externen Antrieb, meist durch einen Traktor, angewiesen ist.
Von Till Slawik



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.