Melsungen. Bei Minustemperaturen im zweistelligen Bereich geht kaum einer gerne vor die Tür. Doch es gibt Berufsgruppen, die bei jedem Wetter im Freien arbeiten müssen. Dazu gehören auch die Melsunger Forstarbeiter.
Im Forstamt hat man jedoch keine Probleme mit dem kalten Wetter. Im Gegenteil: „Wenn Frost ist, freuen wir uns immer“, sagt der Leiter des Melsunger Forstamts Christian-Peter Foet. Wegen des gefrorenen und festen Bodens entstehen beim Bewegen der Bäume mit schwerem Gerät weniger Schäden.
„Auch die gefällten Bäume können sauber aus dem Wald an die Wege transportiert werden“, sagt Jens Grebe. Er ist einer von acht Revierleitern beim Melsunger Forstamt und betreut neben Staats- und Privatwald auch den Kommunalwald.
Arbeiten bei jedem Wetter
Im Wald oberhalb von Lobenhausen arbeiteten am Freitag die Forstwirte Frank Spirk und Wolfgang Lückert. Bei minus 15 Grad fällten sie dort Buchen für die Möbelindustrie und den Hausgebrauch. „Die Stämme gehen an die Industrie und die Baumkronen können von Privatpersonen abgeholt werden“, erklärt Revierleiter Grebe. Pro Stunde schaffen die beiden Forstwirte nach eigenen Angaben zwei bis drei Bäume. (yvk)
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