Melsungen. Elf Sechstklässler der Gesamtschule Melsungen erhielten jetzt ein Paket: Darin eingeschnürt fanden die Schüler selbstgeschriebene Texte in Buchform.
Damit löste sich ein altes Versprechen ein. Denn im Sommer 2010 wurde deutschlandweit eine Pressemitteilung veröffentlicht, auf die die Gesamtschule reagierte und in der zu lesen war: „Der Wagner-Verlag aus dem hessischen Gelnhausen startet ab sofort ein Projekt, mit dem er Schülerinnen und Schüler auffordern möchte, ihre Geschichten und Gedanken in einem Buch festzuhalten.“
Vom Manuskripteingang bis zum Buchdruck übernahm der Verlag die Kosten. Ziel war es, die Lust am Schreiben und Lesen bei jungen Menschen zu stärken.
Die Geschichten wurden in mehreren Wochen in Schreibkonferenzen in der Schule und zu Hause geschrieben. Die gesamte Klasse und Deutschlehrerin Anne Krämer waren immer wieder als kritische Zuhörer gefragt.
Nach der Textsetzung war es notwendig, das Cover des Buches zu erstellen. Inzwischen waren aus den „Melsunger Schulgeschichten“ „Melsunger Schülergeschichten“ geworden.
Spätestens als es um die Freigabe des Covers ging, wurde den Kindern bewusst, wie ernsthaft sie die Sache angegangen waren. Eine junge Autorin fasste es so zusammen: „Ich war überrascht, dass die Autoren beim Cover so viel zu sagen hatten. Man hat sich ein wenig wie der Chef gefühlt, weil der Grafiker dann auch das befolgt hat, was wir gefordert hatten.“ (lgr)



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