In Melsungen trafen sich 130 Anhänger der Kabbala - weitere Veranstaltungen in 40 Ländern

Weltkongress der Kabbalisten

3424.01.1024.01.10|Melsungen|
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Melsungen. Zum ersten Mal fanden zeitgleich in 40 Ländern Kongresse für die Anhänger der Kabbala statt - einer davon am Wochenende in der Melsunger Kulturfabrik.

Kongressteilnehmer

Anhänger der Kabbala sind ein Leben lang auf dem Weg, die Erkenntnis zu erlangen, worin der Sinn des Lebens besteht und wie sich die aktuellen weltweiten Probleme lösen lassen.

Bei ihren Studien sind sie allenfalls übers Internet verbunden - doch in der Regel allein. Eine Möglichkeit, die anderen kennen zu lernen, bieten solche Kongresse. Diese finden in der Regel getrennt voneinander statt, nun zum ersten Mal gleichzeitig weltweit.

In Melsungen nahmen 130 Männer und Frauen teil. Sie kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, den Niederlanden, Luxemburg und Israel. dem Zentrum der Lehre. Ein straffes dreitägiges Programm bot Seminare und Workshops, aber auch Zeit zum zwanglosen Gespräch.

Darüber hinaus waren alle Kongressteilnehmer virtuell miteinander verbunden und auch mit Dr. Michael Laitman, der per Internet die Lektionen verbreitete. Veranstalter war die Ari-Bildungseinrichung. Die Abkürzung steht für Ashlag Research Institut. Ashlag, so erklärte der Leiter des in Berlin ansässigen Vereins, Dr. Alexander Stetter, sei der größte Kabbalist des 20. Jahrhunderts. Alle im Verein arbeiteten ehrenamtlich. Keiner, der Kabbala studiere, müsse aber Mitglied sein, die Angebote seien kostenlos.

Alle, die mitmachen, hätten einen Beruf und damit den Bezug zur realen Welt. Gleichwohl sind sie alle auf der Suche nach Spiritualität. Blick von oben Stetter veranschaulichte es mit einem Beispiel: Menschen bewegen sich auf einer Ebene, doch nur wenn sie sich darüber erheben, erkennen sie die Zusammenhänge. „Wer von oben schaut, kann die Probleme lösen.“ Alles hänge miteinander zusammen.

Warum sich Menschen mit der Kabbala beschäftigen? Immer mehr suchten angesichts weltweiter Probleme und Katastrophen, so Stetter, nach Lösungen. Auch persönliche Schicksalsschläge seien ein Grund. „Die Frage nach der Kabbala war noch nie so brennend wie jetzt.“ Mit New Age und Esoterik und der Kabbala, wie sie mit dem Pop-Star Madonna in Verbindung gebracht wird, habe man nichts zu tun, machte Stetter deutlich. (bmn)

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