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Jeder Abschied ist ein Anfang

Melanchthon-Schule: Schulleiterin Christel Ruth Kaiser geht nach 15 Jahren in Ruhestand

Jeder Abschied ist ein Anfang

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Steinatal. Schüler, Lehrer, Wegbegleiter, Familie und Freunde – sie alle versammelten sich am Freitagvormittag in der Turnhalle der Melanchthonschule, um die langjährige Schulleiterin Christel Ruth Kaiser in den Ruhestand zu verabschieden.

Zukunft gestalten: In der Barbara-Schadeberg-Stiftung – hier Christel Ruth Kaiser mit der Gründerin Barbara Lambrecht-Schadeberg – wird sie sich künftig noch stärker engagieren. Fotos: Rose

Vor einem jungen und einem etwas älteren Auditorium ließen Weggefährten und Kollegen die lebhaften Schulentwicklung Revue passieren, den Christel Ruth Kaiser in mehr als 15 Jahren maßgeblich prägte. Die Schüler kamen noch einmal zu einem Gottesdienst zusammen, musikalisch mitgestaltet vom Schulposaunenchor unter der Leitung von Ulrich Rebmann. Der stellvertretende Schulleiter Wilfried Ranft sagte: „Frau Kaiser hat bei ihren Überlegungen stets Schüler, Eltern und Lehrer in den Mittelpunkt gestellt und mit Energie und Tatkraft agiert.“ Die Schule biete heute beste Voraussetzungen für das Lernen und Leben, attestierte ihr Schulsprecher Felix Müller. Das stilisierte Melanchthon-M wird Christel Ruth Kaiser auch weiterhin begleiten. Heidi Knöppler, Vorsitzende des Schulelternbeirates, und ihr Stellvertreter Torsten Marx überreichten ihr eine steinerne Nachbildung. Kaiser war sichtlich berührt: „Ich weiß, was ich aufgebe und was ich vermissen werde.“ Sicher habe es an der Schule auch bisweilen geknirscht. „Aber das Klima hat gestimmt. Es war geprägt von Vertrauen und wechselseitiger Annahme.“

Festakt nach Zeugnisausgabe

Auf den ersten Akt folgte für die Schüler die Zeugnisausgabe, während in der Mensa die Gäste – Vertreter der Kirchen, der Diakonie, der umliegenden Schulen und der Politik – eintrafen. Zur Festversammlung sprach unter anderem Bischof Prof. Dr. Martin Hein. Er empfahl Christel Ruth Kaiser: „Hören Sie gut zu. So viel Gutes werden Sie kaum je wieder zu Gehör kriegen.“ Und zog eine rundum positive Bilanz. „Es waren dynamische und tragreiche Jahre, in der Sie eine Menge auf den Weg gebracht haben.“ Kaiser habe die Weitergabe der evangelischen Welt- und Lebensdeutung weiter gegeben. „Dabei wurde das pädagogische Handeln in überregionalen Organisationen auch wissenschaftlich reflektiert“, erläuterte Hein.

Landtagsabgeordnete Regine Müller lobte: „Frau Kaiser gelang es, echte humanistische Bildung und Religiosität zu vermitteln.“ Und weil jeder Abschied auch einen neuen Anfang birgt, war Barbara Lambrecht-Schadeberg in die Schwalm gereist. In deren Stiftung engagiert sich Kaiser seit zwölf Jahren. Die Stiftung fördert evangelische Schulen, Lehrerfortbildungen und Projekte. „Du bist eine Frau mit vielen Kompetenzen – und du spielst darauf, wie auf einer Orgel mit drei Manualen und vielen Registern“, sagte die Unternehmerin.

Bei Jazzklängen endete der Reigen der Grußworte. Den Gästen blieb bei Sekt, Selters und Leckereien aus der Mensaküche indes noch genügend Zeit zum Plaudern.

Von Sandra Rose

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