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Ein Musical erwacht zum Leben

Packende Geschichte übers Stalag IX A: 30-köpfiges Ensemble probt für vier Bühnenshows im April

Ein Musical erwacht zum Leben

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Schwalmstadt - Am Anfang war es eine fixe Idee, die Sören Flimm und Tobias Geißel zusammen brachte. Der eine Bankkaufmann, der andere Student - aber mit einem gemeinsamen Ziel: ein eigenes Musical. Ein Jahr lang hat das Duo am Konzept gefeilt, komponiert und getextet.

Im Mai 2010 war es dann soweit. Über ein offenes Casting suchten die beiden 23-Jährigen nach Darstellern. Mit Erfolg. Mittlerweile proben 30 Laienakteure im Alter von 16 Jahren bis Mitte 50 für den ganz großen Auftritt. Im April ist das ehrgeizige Projekt auf der Bühne zu sehen. Stalag IX A lautet der Titel: „Das Kriegsgefangenenlager stellt den historischen Hintergrund dar, die Geschichte ist jedoch rein fiktiv“, erklären Produzent und Autor. Das Projekt ist komplett durchgeplant. Das fängt schon bei den Proben an. Die sind in Gesangs-, Schauspiel- und Choreografieproben aufgeteilt.

Zwei kreative Köpfe: Komponist Sören Flimm (links) und Autor Tobias Geißel.

„Außerdem hat jeder Mitschnitte von den Gesangsproben fürs Üben zu Hause mitbekommen“, sagt Geißel (Christerode). Denn die Darsteller kommen längst nicht alle aus der Schwalm, manche nehmen bis zu zwei Stunden Fahrtzeit für die Proben auf sich. Unterstützt werden sie Sänger von Mitgliedern des Gospelchores Raboldshausen. Die Choreografien haben die Brüder Daniel und Alexander Wiegratz ausgearbeitet.

Doch nicht nur die schauspielerische und gesangliche Qualität soll im April eine Augen- und Ohrenweide sein. Derweil arbeiten die Mitwirkenden mit Hochdruck an den Kulissen und den Kostümen. „Wir hämmern und sägen selbst“, sagt Sören Flimm, der aus Immichenhain stammt und inzwischen in Ziegenhain wohnt. Dazu kommt die Werbung.

Auch für die ist der extra für das Projekt gegründete Verein Musicalfreunde eigenverantwortlich. Mehr als 1000 Flyer wurden gedruckt, eine Internetseite erstellt.

Finanzieren lässt sich das Musical nur mithilfe von Sponsoren. Hauptsponsor ist die Kreissparkasse, aber auch viele kleinere Unternehmen unterstützen das Projekt. Gagen wurden übrigens mit den Darstellern nicht vereinbart: „Wir müssen sehen, was am Ende übrig bleibt“, erklärt das Produzenten-Duo, die selbst bei der Finanzierung in Vorleistung gegangen sind. Tobias Geißel und Sören Flimm formulieren ihr Ziel so: „Ein Musical aus und für die Region.“ Davon überzeugen können sich die Zuschauer bei der Premiere am 14. April.

Von Sandra Rose

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