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Kassel. Der Bundestagsabgeordnete Ullrich Meßmer (SPD) wird seinen Posten als Erster Bevollmächtigter der IG Metall verlieren.

© Janz
Ullrich Meßmer
Er werde sich bei der Delegiertenversammlung Mitte Februar nicht mehr zur Wahl stellen, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall.
Geschäftsführung und Ortsvorstand der Gewerkschaft schlagen den 202 Delegierten der Wahlversammlung vor, Oliver Dietzel zum Ersten Bevollmächtigten zu wählen. Dietzel ist seit 2008 Zweiter Bevollmächtigter und soll nun auf Meßmer folgen, der als Kassierer weiterhin für die nordhessische Metallgewerkschaft tätig sein soll.
Meßmer hatte im September 2009 ein Bundestagsmandat errungen und daraufhin sowohl Arbeit als auch Einkommen bei der IG Metall Nordhessen reduziert. Er halte Dietzel für eine gute Wahl. „Oliver Dietzel hat mich vier Jahre lang als Zweiter Bevollmächtigter sehr gut unterstützt“, sagte er laut Pressemitteilung.
Es hatte allerdings schon während der Kandidatur Meßmers öffentlich Kritik daran gegeben, dass dieser trotz des Vollzeit-Jobs als Bundestagsabgeordneter in Berlin sein Gewerkschaftsamt nicht niederlegen wollte. Diese Kritik war auch nach der Wahl Meßmers immer wieder laut geworden.
Nach Informationen der HNA war Meßmer auch innerhalb der IG Metall wegen seines Festhaltens an der Position des Ersten Bevollmächtigten umstritten. Laut Pressemitteilung der Gewerkschaft will er jetzt für das Amt des Kassierers der IG Metall Nordhessen kandidieren.
Meßmer vertritt den Wahlkreis 168 (Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg). Der 57-Jährige lebt in Calden. (hai)
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