KASSEL. „Ich bin so im Gleichgewicht mit mir wie lange nicht mehr“, sagte Rainer Lippe gestern Abend, kurz bevor der Neujahrsempfang der Kassel Huskies im Kasseler Queens-Hotel begann. Zum letzten Mal war er es, der diesmal etwa 200 Gäste empfing. Denn dies war der Tag der Staffelstabübergabe, wie der Eigner des Eishockeyclubs es später in seiner Rede ausdrückte (siehe rechts).
Ob der Stab nun wirklich an den Unternehmer Dennis Rossing weitergereicht wird oder zu Boden fällt, ist noch unklar. Dennoch herrschte gestern Abend überwiegend Optimismus, insbesondere bei den treuen Huskies-Fans.
Wie sie sich fühlten auf einer Skala von 0 bis 10, sind sie gefragt worden. „Zwischen Sieben und Acht“, sagte Walter Matthias, einer der Fansprecher, nach Lippes Worten. Zu diesem Zeitpunkt wusste er aber noch nicht, dass es noch keine definitive Zusage von Rossing gibt, die Huskies zu übernehmen. Doch der mögliche neue Huskies-Chef und Vertreter der Fanclubs scheinen sich trotzdem schon angenähert zu haben. Fansprecher Sven Breiter erzählte, dass Rossing kurz nach dessen Ankunft auf ihn zugekommen sei, weil er die Fans mit ins Boot holen möchte. Rossing setze nicht nur bei der Vereinsarbeit auf die Anhänger, sondern wolle deren Meinung auch beim Bau der Multifunktionshalle in Bettenhausen einholen.
So etwas kommt an. Die Fans sind sich ihrer Verantwortung bewusst, sagt Breiter. Er hofft, dass die breite Masse bereits am morgigen Freitag ein Zeichen setzt, wenn die Huskies in der Eissporthalle gegen Straubing spielen. Der Appell von Fansprecher Basti Vaupel: „Jeder, dem Eishockey wichtig ist, muss am Freitag in die Halle kommen.“
Dann kann sich zeigen, wie groß die Huskies-Familie, von der die Fan-Sprecher reden, tatsächlich noch ist. Schließlich seien zuletzt viele - auch aus Verärgerung - nicht mehr zu den Spielen gekommen. Es habe Defizite zwischen der alten Vereinsführung in der Kommunikation und dem Umgang mit den Fans gegeben. Jüngst kamen nicht mal mehr 3000 Zuschauer in die Halle.
Nichtsdestotrotz haben die Anhänger nicht vergessen, dass Rainer Lippe vor viereinhalb Jahren den Club mit seiner Übernahme gerettet hat. Der Applaus nach seiner letzten Rede hielt 30 Sekunden.
Von Florian Hagemann und Ulrike Pflüger-Scherb
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(18.9)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.2)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(13.9)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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