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Bei Polizeikontrolle: Betrunkener Fahrer raste auf Polizist zu

Polizeikontrollen an Karneval: Betrunkener Fahrer raste auf Polizist zu

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Kassel/Kreis Kassel. Fast 1000 Fahrzeuge hat die Polizei in den Karnevalstagen in Stadt und Landkreis kontrolliert, um Alkoholsünder aus dem Verkehr zu ziehen. Der spektakulärste Vorfall ereignete sich dabei am Samstagnacht auf der Leipziger Straße in Kaufungen.

Gegen 0.15 Uhr hatte ein Autofahrer am dortigen Kontrollposten zunächst kurz gehalten, um dann seinen Wagen schlagartig zu beschleunigen und auf einen Polizisten zuzusteuern. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte der Beamte sich retten, berichtet Polizeisprecher Michael Lange.

Der 29-jährige Autofahrer flüchtete zunächst, wurde aber kurz darauf in Helsa angehalten. Dort stellten die Beamten auch fest, warum er der Kontrolle entkommen wollte: Ein Atemalkoholtest ergab 1,86 Promille. Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt und eine Strafanzeige wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss gestellt. Außerdem läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Damit war der 29-Jährige negativer Ausreißer der Kontrollen in den Karnevalstagen. Insgesamt wurden nach Angaben von Polizeisprecher Lange bei 162 von allen kontrollierten Autofahrern Atemalkoholtest vorgenommen. Bei 22 Fahrern, die den Eindruck machten unter Drogen am Steuer zu sitzen, machte die Polizei einen Drogenvortest. In vier Fällen - darunter der des 29-Jährigen - wurden Strafverfahren wegen Trunkenheit, in zwei Fällen wegen Drogen am Steuer eingeleitet. In allen Fällen nahmen die Beamten die Führerscheine an sich und untersagten die Weiterfahrt.

Zu Unfällen, die von betrunkenen oder berauschten Fahrern verursacht wurden, sei es in den närrischen Tagen glücklicherweise nicht gekommen, bilanziert Michael Lange. Erfreulich sei auch die Beobachtung der Kontrollbeamten, dass vor allem junge Karnevalsfreunde häufig in Fahrgemeinschaften unterwegs gewesen seien, bei denen der Fahrer nüchtern blieb.

Jenseits der Verkehrsdelikte ging der Polizei auch ein anderer Fisch ins Netz: Bei der Kontrolle eines Wagens fiel den Beamten eine Schreckschusspistole auf dem Beifahrersitz ins Auge. Den dafür erforderlichen kleinen Waffenschein habe der Fahrer aber nicht vorweisen können, berichtet Polizeisprecher Lange. Die Reizgaswaffe wurde sichergestellt. (rud)

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