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Christdemokraten warten ab

Streit mit Junger Union soll nach dem Kreisparteitag geklärt werden

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Kassel. Nachdem gestern die Junge Union (JU) dem Kreisverband der CDU mitgeteilt hatte, dass sie ab sofort deren Arbeit nicht mehr unterstützen werde, wollen die Kasseler Christdemokraten zunächst abwarten. Auf dem Kreisparteitag am 25. Februar werde ein neuer Vorstand gewählt, der sein Verhältnis zur Jungen Union noch einmal neu bewerten solle, sagte der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Dr. Norbert Wett.

Unterdessen, so beschreibt es Wett, habe der JU-Vorsitzende Max Schulze wieder Gesprächsbereitschaft mit der Mutterpartei signalisiert. „Wir haben telefoniert und er ist ein Stück weit von seiner Position zurückgerudert“, sagte Wett. Es sei ihm nun im Nachhinein etwas rätselhaft, was die JU mit ihrem Vorstoß habe bezwecken wollen: „Wahrscheinlich wollte man vor dem Parteitag für Aufsehen sorgen.“

Annäherung erhofft

Nach dem Parteitag müsse ein Annäherungsprozess zwischen der CDU und ihrer Nachwuchsorganisation eingeleitet werden. Er wolle sich jedenfalls darum bemühen und zwischen JU und CDU vermitteln.

Die JU hatte sich gestern öffentlich kritisch zum Verhältnis zwischen dem CDU-Kreisverband Kassel-Stadt und der JU geäußert. In ihrer Presseerklärung hieß es: „Offensichtlich sucht die CDU Kassel jedoch nicht nach einem selbstständigen und kritischen Nachwuchs, sondern nach einem, der den autoritären Führungsstil der Kreisvorsitzenden Eva Kühne-Hörmann nicht hinterfragt.“ Die CDU könne nicht über den fehlenden Nachwuchs jammern, wenn sie gleichzeitig junge Mitglieder nicht an Entscheidungsprozessen beteilige. (bal)

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