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Proteste bei Solartechnikhersteller SMA: Droht Solarbranche ein Kahlschlag?

Förderung überarbeitet

Droht Solarbranche ein Kahlschlag? - Proteste bei Solartechnikhersteller SMA

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Berlin/Niestetal. Die Mitarbeiter des Solartechnikherstellers SMA in Niestetal (Kreis Kassel) werden am Donnerstag ab 13.30 Uhr protestieren – ganz im Sinne von SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Grund ist eine geplante Neuregelung der Solarförderung.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) wollen die Solarförderung neu regeln. Dem Vernehmen nach soll sie stärker als bisher bekannt gekürzt und der Ausbau der Solarenergie gedeckelt werden. Die Details werden heute in Berlin vorgestellt.

Pierre-Pascal Urbon

An mehreren Stellschrauben wollen die Politiker in Berlin drehen, um die Förderung zu drosseln: Die Einspeisevergütung soll schneller gesenkt werden. Derzeit liegt sie bei 24,43 Cent je Kilowattstunde (kWh). Bereits im April könnten es 15 Prozent weniger sein. Um bis zu 20 Prozent soll die Förderung für Anlagen auf Hausdächern gekürzt werden, bei größeren auf Freiflächen könnte es sogar ein Drittel sein. Auch soll der Ökostrom nicht mehr komplett garantiert abgenommen und vergütet werden. Und die gesamte über die Jahre geförderte Menge an Solarstrom soll auf 33 Gigawatt (GW) begrenzt werden. Bereits 25 GW sind installiert. Der Ausbauplan der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 sah noch vor, zwischen 52 und 70 GW zu fördern.

Nun befürchtet die Solar-Branche einen Kahlschlag bei der Solarförderung und ruft bundesweit zu Protesten auf. „Zwar ist die Branche auf der Zielgeraden, aber ganz ohne Förderung geht es nun doch noch nicht“, sagte gestern SMA-Pressesprecherin Susanne Henkel unser Zeitung.

Der Vorstoß der Minister könnte bereits am 29. Februar im Bundeskabinett beschlossen werden. Nach dem Willen der Politik soll die Erneuerbare-Energien-Novelle bis April stehen.

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