Kassel. Eine Eisbahn mitten in der Innenstadt: In vielen Großstädten ist es selbstverständlich, dass die Menschen in den Wintermonaten mit ihren Schlittschuhen im Zentrum unterwegs sind. In Kassel gab es den Wunsch für eine Eisbahn auf dem Friedrichsplatz immer wieder. In diesem Jahr hätte es fast geklappt.
Nach Angaben von Angelika Hüppe, Geschäftsführerin von Kassel Marketing, hatte sich ein Sponsor, den sie nicht nennen möchte, dazu bereit erklärt, die Eisbahn zu finanzieren. Das hätte zwischen 30 000 und 50 000 Euro gekostet. Die 200 Quadratmeter große Kunststoffeisfläche sollte für eine Woche Eissportvergnügen entweder auf dem Friedrichsplatz oder dem Königsplatz aufgebaut werden. Kassel Marketing hatte an die erste Januarwoche gedacht, die Nutzer hätten um die drei Euro Eintritt zahlen müssen.
Dass es zu dieser Attraktion in der Innenstadt nicht gekommen ist, liegt an einem über 30 Jahre alten Erbpachtvertrag, den die Stadt Kassel seinerzeit mit Eishallenbesitzer Simon Kimm abgeschlossen hat. Und darin ist festgehalten, dass die Eishalle in Kassel das Monopol für öffentliche Eisflächen hat.
Trotz dieses Vertrags war Hüppe davon ausgegangen, dass die Eissporthallenbetriebs-Gesellschaft, die die Halle von Kimm gemietet hat, nichts gegen die Eisfläche in der Innenstadt einzuwenden hat. „Ich habe gedacht, wir können damit auch Werbung fürs Schlittschuhlaufen und die Eissporthalle machen“, sagt die Chefin von Kassel Marketing. Zudem hatte sie an eine Aktion mit den Kassel Huskies gedacht. Dennis Rossing, Eigner der Huskies, ist schließlich der Sohn von Elfriede Rossing, der Gesellschafterin der Eissporthallen-Betriebsgesellschaft. Zudem habe Simon Kimm mitgeteilt, dass er nichts gegen die temporäre Eisbahn in der Stadt einzuwenden habe, sagte Hüppe.
Kimm hätte dadurch schließlich auch keinen Verlust gemacht und dennoch die Miete für die Eissporthalle gefordert, sagt Stefan Traut, Geschäftsführer der Eissporthallen-Betriebsgesellschaft. Nehme man die Einnahmen der vergangenen fünf Jahre für die erste Januarwoche im Schnitt, so hätten diese 19 500 Euro betragen. Wäre gleichzeitig eine Eisbahn in der Stadt gewesen, so hätte man einen Verlust in fünfstelliger Höhe hinnehmen müssen. „Das können wir uns nicht leisten“, sagt Traut.
Deshalb habe man auf die Monopolregelung, die mit der Stadt vereinbart worden ist, bestanden. Die Eishalle gewähre schließlich auch Öffnungszeiten von September bis Ende März / Anfang April.
Von Ulrike Pflüger-Scherb
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(18.9)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.2)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(13.9)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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