Kassel: Entlassung des Klinikum-Chefs Dr. Gerhard M. Sontheimer gefordert

GNH-Aufsichtsratsmitglied Heidrun Blanckenburg will Vorstandschef Dr. Gerhard M. Sontheimer kippen

Entlassung des Klinikum-Chefs gefordert

13827.08.1027.08.10|Kassel|37 Kommentare
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Kassel. Klinikum-Aufsichtsrätin Heidrun Blanckenburg fordert eine fristlose Kündigung für den Vorstandsvorsitzenden der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) und Geschäftsführer des Klinikums Kassel, Dr. Gerhart M. Sontheimer.

© HNA

Entlassung des Klinikum-Chefs gefordert

Den Antrag auf eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates, der über eine Entlassung des GNH-Chefs debattieren soll, begründet Blanckenburg mit dem erheblichen Rufschaden, der dem Krankenhaus durch den Umgang Sontheimers mit leitenden Ärzten entstanden sei.

 Der Vorstandsvorsitzende sei in der Unternehmensführung nicht mehr tragbar, erklärt Blanckenburg, die für die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) im Aufsichtsrat der Holding und des Klinikums sitzt.

 Die pensionierte Operationsschwester hatte 37 Jahre im Kasseler Klinikum gearbeitet. Mehr als viertausend Beschäftigte würden ihr Bestes geben für die Versorgung der ihnen anvertrauten Patienten, „manchmal bis zu einem Grad, wo es nicht mehr geht“, sagt Heidrun Blanckenburg.

Der Vorstandsvorsitzende hingegen sorge für ein schlechtes Bild nach außen durch sein Verhalten leitenden Ärzten gegenüber. Nach dem hervorragenden Chirurgen der Herz - und Gefäßchirurgie, Dr. Hermann Sons, sollten nun auch die vier leitenden Ärzte der Strahlentherapie nach Vorstellungen Sontheimers ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die Strahlentherapie sei weit über die Grenzen Kassels hinaus als eine sehr kompetente und wissenschaftlich gut aufgestellte Abteilung bekannt. Schwerkranke Patienten würden der Gemeinschaftspraxis auch aufgrund der einfühlsamen und freundlichen Art der Behandlung großes Vertrauen schenken.

Deshalb müsse die Rücknahme der Kündigung des Kooperationsvertrages und der Verbleib der vier Strahlentherapeuten am Klinikum gefordert werden.

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