109.03.1009.03.10|Kassel|5 Kommentare
|
|Schrift
a /
A||
Kassel. Vom Bahnhof Wilhelmshöhe bis zur Innenstadt und der Uni am Holländischen Platz sollten die Stationen entstehen. 500 Leihfahrräder an 50 Verleihstationen, so lautet das ambitionierte Ziel.

Eingeschneit: Trotz des langen Winters wird die Fahrradsaison bald beginnen. Ein flächendeckendes Verleihsystem für Kassel gibt es dann aber noch nicht. Foto: dpa
Am Geld liegt es ausnahmsweise einmal nicht. Der Bund fördert das Gesamtprojekt mit 12,7 Millionen Euro. Eine gute Million davon soll nach Kassel fließen. Der Eigenanteil in Höhe von 175 000 Euro ist im Haushalt bereits vorgesehen. SPD und Grüne stehen mit ihrer Mehrheit dafür, dass das Fahrradprojekt umgesetzt werden kann.
Zu den geförderten Städten gehört unter anderem Saarbrücken (180 000 Einwohner). Auch dort braucht man noch Vorlauf. „Wir wollen im Frühjahr 2011 an den Start gehen“, sagt Christof Kreis, der im Baudezernat an der Saar als Verkehrsplaner mit dem Projekt betraut ist. Die Landeshauptstadt will trotz großer finanzieller Engpässe einen Eigenanteil von 500 000 Euro aufbringen. Damit soll innerhalb von drei Jahren ein Verleihsystem mit 450 Fahrrädern aufgebaut werden. „Das kann man nicht einfach aus dem Boden stampfen, es gibt keine Standardlösungen“, sagt Christof Kreis.
Vom Ruhrgebiet (dort beteiligen sich zehn Städte unter der Federführung von Dortmund) bis Karlsruhe und der Insel Usedom arbeiten sie alle an individuellen Regelungen. Gemeinsames Ziel ist es, dass das Fahrrad zu einem Teil des öffentlichen Nahverkehrs wird. Für Einheimische, die nicht auf die nächste Bahn warten wollen, aber auch für Besucher. Bis zur documenta im Jahr 2012 soll sich das Verleihsystem längst eingespielt haben. „Wir wollen, dass es ein Erfolg wird“, sagt Gunnar Polzin.
Die Räder sollen übrigens ohne Diebstahlsicherung rollen. Dafür bekommen sie eine Speziallackierung, die sie unverwechselbar und damit für Fahrraddiebe uninteressant machen sollen. KOMMENTAR
Von Thomas Siemon

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.