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Festnahmen nach Marihuana-Handel

Junger Mann fiel Polizei in der Nordstadt auf, weil er nervös und äußerst verdächtig wirkte

Festnahmen nach Marihuana-Handel

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Nordstadt. Weil er sich äußerst verdächtig verhalten und ständig nervös umgeschaut habe, behielten Fahnder der Polizeiautobahnstation Baunatal einen jungen Mann im Blick, der ihnen am Montagnachmittag um kurz nach 16 Uhr auf der Bunsenstraße in der Nordstadt aufgefallen war.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch beobachteten die Ermittler, wie sich der junge Mann kurz darauf mit einem etwas älteren traf. Beide Personen hätten sich bei dem Treffen sehr konspirativ und verdächtig verhalten. Gemeinsam gingen beide dann zu einem nahe gelegenen Wohnhaus und verschwanden in einer der Wohnungen. Als der jüngere Mann gegen 16.45 Uhr das Haus verließ, wurde er auf der Straße von den Fahndern angehalten und überprüft.

Der 19-Jährige aus Kassel roch stark nach Marihuana und habe eine kleine Portion von fünf Gramm dabei gehabt. Er wollte den Polizisten nicht verraten, wo er den Stoff her hatte. Ermittlungen hätten aber bereits ergeben, dass es sich bei seinem Kontaktmann und vermutlichen Lieferanten um einen 33-jährigen Mann aus Kassel handeln dürfte, der in dem Haus eine Wohnung hat. In der Tat habe es sich um den Mann gehandelt, mit dem sich der 19-Jährige kurz zuvor getroffen habe.

Durchsuchung

Aus der Wohnung des 33-Jährigen sei starker Marihuana-Geruch gekommen, er habe das Betreten der Wohnung durch die Beamten verweigert und für die Durchsuchung eine Anordnung durch den Staatsanwalt verlangt. „Die bekam er dann auch prompt“, sagt Jungnitsch. Die Beamten blieben nämlich mit dem Verdächtigen so lange in der Tür stehen, bis der Bereitschaftsstaatsanwalt die Wohnungsdurchsuchung wegen eines Anfangsverdachts auf Handel mit Betäubungsmitteln anordnete.

Bei der Wohnungsdurchsuchung hätten die Polizisten 164 Gramm Marihuana und weitere Gebrauchsutensilien gefunden. Der Stoff wurde sichergestellt. Vor der Polizei wollten beide Verdächtigen keinerlei Angaben machen.

Beide werden sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Drogenbesitzes verantworten müssen, der 33-Jährige zusätzlich wegen des Verdachts auf Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Da keine Haftgründe vorlagen, wurden beide Männer am frühen Abend wieder auf freien Fuß gesetzt. (use)

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