Kassel. Hohe Heizkosten und der Wunsch nach einem knisternden Feuer im Wohnzimmer lassen seit Jahren die Zahl der Kaminöfen steigen. Damit nimmt auch die Gefahr von Schornsteinbränden zu.
9895 Kaminöfen waren Ende 2011 in der Stadt zugelassen. Im Landkreis waren es 41 286. Jedes Jahr nehme die Zahl um fünf Prozent zu, sagt Karl Heinz Hupfeld, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Kassel: „Immer wenn die Heizperiode näher rückt, kommen die Menschen auf die Idee, sich einen Ofen anzuschaffen.“
Aber wenn der Kamin falsch bedient wird, kann sich Glanzruß im Schornstein absetzen und sogar entzünden. Dann schlagen meterhohe Flammen aus der Esse. Durch die große Hitze besteht die Gefahr, dass der Dachstuhl Feuer fängt. In seltenen Fällen brennt sogar das ganze Haus ab.
Obwohl die Zahl der Kaminöfen steigt, sind Schornsteinbrände aber noch immer Einzelfälle. In Hupfelds Kehrbezirk in Vellmar gab es zuletzt 2010 den Fall, dass Funken den Ruß im Schornstein entzündet haben.
Diese Einschätzung bestätigen die Feuerwehren. Sie führen in ihrer Statistik Schornsteinbrände nicht separat auf. Andreas Giller, stellvertretender Amtsleiter der Kasseler Feuerwehr, schätzt die Zahl der Schornsteinbrände auf weniger als zehn pro Jahr. Auch Thomas Swoboda, Schornsteinfeger und stellvertretender Kreisbrandinspektor, spricht von Einzelfällen. Giller erinnert sich, dass diese Einsätze früher sogar häufiger waren, als noch mit Kohle geheizt wurde.
Schornsteinbrände lassen sich verhindern, sagt Hupfeld. Schuld seien nämlich Bedienfehler. Er und seine Kollegen müssen in Zukunft jeden Ofenbesitzer informieren, wie er richtig und sicher heizt. So ein Gespräch wird spätestens bis 2014 geführt; danach alle dreieinhalb Jahre bei der Feuerstättenschau. Dann werde der Schornsteinfeger auch messen, wie trocken das Brennholz ist. Feuchtes Brennmaterial ist nämlich eine der Hauptursachen, dass sich Glanzruß im Schornstein absetzt.
Die Ablagerung falle dem Schornsteinfeger auch auf, wenn er zum Kehren kommt. Je nach Nutzung des Ofens ist das bis zu vier Mal pro Jahr der Fall. Ist die Esse versottet, werde der Ruß abgeschlagen oder gezielt ausgebrannt. Aber Hupfeld warnt: Wenn frisches Holz verfeuert wird, kann sich schon binnen weniger Wochen genügend Ruß im Schornstein ablagern, dass ein Brand droht. Weitere Artikel
Von Marcus Janz
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(18.9)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.2)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(13.9)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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