Geldautomat in Kassel-Waldau gesprengt: Täter flüchteten ohne Beute

Geldautomat  gesprengt: Täter flüchteten ohne Beute - Festnahme

2604.08.1004.08.10|Kassel|
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Kassel. Zwei Männer aus Norddeutschland sollen in der Nacht zum Mittwoch einen Geldautomaten in einer Filiale der Sparda Bank an der Heinrich-Hertz-Straße gesprengt haben. Nach kurzer Flucht nahm die Polizei sie fest.

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Die Tat ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.50 Uhr. Den ersten Ermittlungen zufolge gingen die 39 und 44 Jahre alte Männer in den Vorraum der Bank, wo rund um die Uhr Geld abgehoben werden kann und steckten einen Schlauch in das Gehäuse des Automaten. Der Schlauch führte bis nach draußen, so Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch.

Durch das Schlauchsystem ließen sie das Gas in den Automaten fließen. Von außen brachten sie mit einer Fernzündung das Gemisch zur Explosion. Soweit funktionierte auch der Plan. Der Automat flog in die Luft. Allerdings verzog sich durch die ausgelöste Druckwelle auch die Eingangstür der Filiale.

Das Schiebetürensystem sei dadurch so stark beschädigt worden, sagt Jungnitsch, dass sich die Tür nicht mehr öffnen ließ. Drinnen lag die für die Täter nun unerreichbare Beute. Die Männer flüchteten.

Allerdings hatte ein 50-jähriger Mann aus Vellmar die Explosion beobachtet. Der Zeuge habe das Fluchtauto gesehen und sich Teile des Hamburger Kennzeichens gemerkt.

Nachdem er die Polizei verständigt hatte, entdeckten Beamte das Fluchtfahrzeug auf der Emmy-Nöther-Straße. Die Männer hätten bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet. Im Kofferraum des Wagens hätten zwei Gasflaschen und Schläuche gelegen. Bislang hätten die Männer geschwiegen, so Jungnitsch.

Die Polizei sei sich aufgrund der Beweislage aber sicher, dass es sich um die Täter handele. Die beiden seien zudem alkoholisiert gewesen. Bei dem 39-Jährigen Fahrer seien 0,93 Promille und bei dem 44-jährigen Beifahrer 2,19 Promille gemessen worden. (use)

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