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Kalilauge: Kreistag in Kassel ist gegen Weser-Pipeline

Kommunalpolitiker lehnen Abwasser-Einleitung im Landkreis ab

Kalilauge: Kreistag ist gegen Weser-Pipeline

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Kassel. Der Kasseler Kreistag ist gegen die Einleitung von Kaliabwässern in die Oberweser. Der Düngemittelproduzent K + S hatte als eine Möglichkeit zur Ableitung der Lauge aus seinem Kalirevier im Landkreis Hersfeld-Rotenburg vorgeschlagen, eine Pipeline bis an die Nordspitze des Landkreises zu bauen.

Das haben die Kommunalpolitiker am Donnerstag auf Antrag der SPD einstimmig abgelehnt.

Der Kreistag forderte von dem Kasseler Dax-Unternehmen, zügig die Abwasserleitung bis zur Nordsee zu bauen. Ein „schnelles Handeln, bevor Fakten geschaffen werden“, forderte Joachim Evers für die SPD. Es gehe nicht an, dass Arbeitsplätze und Umwelt gegeneinander ausgespielt würden. Christa Fiege wies für die FDP auf die negativen Folgen für den Tourismus hin, wenn das salzhaltige Wasser in die Weser geleitet würde: „Der ist unser wirtschaftliches Standbein.“

Der Kreistag forderte von dem Kasseler Dax-Unternehmen, zügig die Abwasserleitung bis zur Nordsee zu bauen. Ein „schnelles Handeln, bevor Fakten geschaffen werden“, forderte Joachim Evers für die SPD. Es gehe nicht an, dass Arbeitsplätze und Umwelt gegeneinander ausgespielt würden. Christa Fiege wies für die FDP auf die negativen Folgen für den Tourismus hin, wenn das salzhaltige Wasser in die Weser geleitet würde: „Der ist unser wirtschaftliches Standbein.“

Aus dem Rennen sind nach dem Votum des Kreistages aber weder das kurze noch das lange Rohr. Der runde Tisch hat zwar zur Nordsee-Variante geraten, aber die Oberweser-Version mituntersucht. Und K + S hat angekündigt, Anträge für eine Fernleitung vorzubereiten - für die lange und für die kurze. Der Konzern könnte mit der Oberweser-Version Investitions- und Betriebskosten sparen: Auf 180 Millionen Euro wurde der Bau zur Oberweser geschätzt. Das Rohr zur Nordsee könnte eine halbe Milliarde kosten. (swe/wrk)

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