325.11.1025.11.10|Kassel|2 Kommentare
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Kassel. Seit 30 Jahren leistet sie ehrenamtliche Entwicklungsarbeit im afrikanischen Burundi: Für ihr Engagement wurde Hannelore Klabes aus Kassel jetzt mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Leistet Entwicklungsarbeit: Hannelore Klabes
Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt und war früher deutsche Kolonie. Seit den 1980er-Jahren ist die Republik Partnerland von Baden-Württemberg. Kultusstaatssekretär Georg Wacker überreichte Klabes in Stuttgart die Auszeichnung und würdigte ihre Arbeit mit den Worten: „Mit Respekt und Anerkennung können wir auf ihren bemerkenswerten Einsatz für die Ärmsten der Armen blicken.“
Die Kasselerin bedankt sich: „Ich möchte diesen großartigen Orden mit der Anerkennung der vielen Jahre in der Entwicklungsarbeit gedanklich in hundert kleine Stücke teilen, um allen Spendern und Helfern den Dank der Bundesrepublik Deutschland weiterzugeben.“
Klabes Verbundenheit zu Afrika begann schon im Alter von neun Jahren, als die heute 81-Jährige eine Patenschaft für ein Kind aus Burundi übernahm. 1980 reiste sie selbst dorthin und leistet seitdem Enwicklungshilfe. Sechs Jahre später sammelte die vierfache Mutter in Deutschland Hilfsgüter für das ostafrikanische Land und füllte damit drei Container. Die Senior-Expertin war beim Aufbau eines Ausbildungszentrums für Behinderte und kriegsversehrte Waisen beteiligt, in dem auch eine Handarbeitsschule eingerichtet wurde, in der sie unterrichtete.
Bereits 1996 erhielt Klabes einen Preis von der Paul-Dierichs-Stiftung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Seit fünf Jahren unterstützt sie nun die Verbreitung der Heilpflanze Artemisia annua, die als Malaria-Mittel genutzt wird. Um weiter gegen die Krankheit anzukämpfen, fliegt die Kasselerin am 28. November wieder nach Burundi. Dort wird sie mit afrikanischen Schwestern eine Sozialstation mit Erste-Hilfe-Haus einrichten. (rax)
Informationen im Internet: www.artemisiafrau.de

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