Kassel. Niedrige Temperaturen, ein stahlblauer Himmel und strahlende Sonne erfreuen momentan Spaziergänger. Die Wintersportler ärgert dagegen, dass so wenig Schnee in der Kasseler Region liegt. Doch Andreas Kreher, technischer Geschäftsführer der Städtischen Werke (STW), reibt sich die Hände. „Das ist ein ideales Wetter für Fotovoltaikanlagen im Winter“, sagt er.
Kreher kann das mit Zahlen belegen: In der Spitzenlastzeit, wenn in den Kasseler Haushalten die Herde für das Mittagessen angeworfen werden, sich dadurch die Stromzähler besonders schnell drehen und in Kassel der Leistungsbedarf auf 175 Megawatt steigt, flacht der Berg auf seinen Verbrauchsdiagrammen an schönen Wintertagen deutlich ab, Kreher muss dann rund zehn Prozent elektrische Energie weniger aus dem überregionalen Netz zukaufen. Den Restbedarf holen sich Kasseler Bürger aus eigenen Fotovoltaikanlagen. An schönen Tagen steuerten diese zwölf Megawatt und mehr bei, sagt Kreher.
Und davon gibt es immer mehr: Während laut Kreher zwischen den Jahren 2000 und 2009 insgesamt nur 600 Anlagen in Kassel installiert worden sind, kamen allein in den vergangenen beiden Jahren 350 Anlagen hinzu. Von den insgesamt 950 Anlagen betreiben die Städtischen Werke 17 eigene. Die eigene Stromerzeugung auf dem Dach sei heute häufig nicht mehr teurer als der Bezug aus dem öffentlichen Netz, sagt Kreher. Der Stadtkonzern KVV untersuche momentan alle eigenen Dächer darauf hin, ob sie für die Installation von Fotovoltaikanlagen geeignet seien.
Für den Stromnetzbetrieb in Kassel sieht Kreher keine Regelungsprobleme, falls noch deutlich mehr Solarproduzenten hinzukommen. Bedarf und Nachfrage passten hier „ideal“ zusammen. Denn wenn die Sonne am intensivsten scheine, gebe es in Kassel auch den höchsten Stromverbrauch. Die Fotovoltaik sei aus seiner Sicht außerdem geeignet, die Stromversorgung zu stabilisieren, wenn Kernkraftwerke abgeschaltet werden.
Dennoch ist die Solartechnik immer auf das Wetter angewiesen. Vergangenen Winter, als meistens dicke Wolken die Sonne verdeckt und Schneemassen die Module unter sich begraben haben, sei der Entlastungseffekt nahe null gewesen, sagt Kreher.
Von Peter Dilling
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(18.9)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.1)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(14.0)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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