Kündigung wegen Organspende?

Unternehmen entlässt 43-Jährige - Kein Urteil vor Kasseler Arbeitsgericht

Kündigung wegen Nierenspende

3331.05.1031.05.10|Kassel|19 Kommentare
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Kassel / Twistetal. Weil sie ihrem Lebensgefährten eine Niere spenden will, hat eine 43-jährige Frau aus Twistetal ihren Job verloren. Ihr Arbeitgeber, das Kasseler Unternehmen Digital Imaging, hat Anabell Möder-Freiling Ende vergangener Woche fristlos gekündigt.

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Am Montag trafen sich beide Parteien vor dem Arbeitsgericht in Kassel – ein Urteil gab es aber nicht.

Denn es ging nicht direkt um die Kündigung. Weil Möder-Freiling Schwierigkeiten mit ihrem Chef befürchtete, hatte ihr Anwalt beim Arbeitsgericht eine Verfügung beantragt, dass sie für die Zeit der Operation und die etwa vierwöchige Genesungszeit freigestellt wird.

Dieser Antrag wurde gegenstandslos, weil der 43-Jährigen in der Zwischenzeit fristlos gekündigt wurde. Dennoch versuchte Richter Dr. Manuel Eichler zu vermitteln.

Möder-Freiling erklärte, dass sie nach allen Vorkommnissen nicht mehr bei Digital Imaging arbeiten möchte. Mit der fristlosen Kündigung sei sie aber nicht einverstanden.

Dr. Oliver Frey, Anwalt ihres Arbeitgebers, signalisierte Entgegenkommen. Schließlich sei es Digital Imaging nie darum gegangen, die Organspende zu verhindern. Aber Möder-Freiling habe ihren Arbeitgeber erst am 26. Mai und damit zu spät über den OP-Termin am 2. Juni informiert hat. Das bestreitet die 43-Jährige: Ihr Arbeitgeber wisse seit März von dem Termin. (clm)

Weitere Fakten und Hintergründe zu der Auseinandersitzung finden Sie in der Dienstagsausgabe der HNA Kassel.

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