Kassel. Bleibt die Stadt Kassel auf Kosten von 75.000 Euro für den Kassel Marathon in den Jahren 2009 und 2010 sitzen? Zwei Rechnungen über rund 25.000 Euro für 2009 und 50.000 für 2010 an den Veranstalter, die AS-Event GmbH in Ahnatal, wurden bisher nicht bezahlt.
„Wir haben einen Antrag auf Erlass der Forderungen gestellt“, sagt Marathon-Organisationsleiter Winfried Aufenanger. Darüber sei im Kasseler Rathaus noch nicht entschieden worden: „Wir warten auf das Ergebnis.“ Die unbezahlten Rechnungen sind offenbar ein heißes Eisen. Während der jüngsten Sitzung des Stadtverordnetenausschusses für Finanzen, Wirtschaft und Grundsatzfragen wurde die Öffentlichkeit zeitweise ausgeschlossen, als Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse (parteilos) Fragen der FDP-Rathausfraktion zum Thema finanzielle Unterstützung für den Marathon beantwortete. Seit 2007 wurde dafür vermutlich ein insgesamt bereits sechsstelliger Betrag aufgewendet.
Die Liberalen vermuten ein „massives Sponsoring“ für den Marathon. Dass die hoch verschuldete Stadt solche Summen ausgeben wolle, „kann man nicht hinnehmen“, sagt FDP-Fraktionschef Frank Oberbrunner: „Andere Vereine kriegen das auch nicht.“ Die FDP denkt darüber nach, einen Akteneinsichtsausschuss zu fordern, der die Vorgänge seit dem ersten Kassel Marathon 2007 aufklären soll.
Stadt-Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg erklärt, die Stadt möchte die große öffentliche Aufmerksamkeit für den Marathon nutzen, um für Kassel zu werben. Daher stünden in dem von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Stadtetat 2011 erstmals 50.000 Euro für Marketingzwecke zur Unterstützung des Marathons zur Verfügung. „Mit diesem Verfahren ist größtmögliche Transparenz sichergestellt“, sagt Schweinsberg. Zu den Summen aus den Vorjahren gibt es keine Auskunft.
Von Jörg Steinbach
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(18.9)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.1)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(14.0)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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