Kassel. Mit Aussagen weiterer Zeugen ist am Mittwochmorgen der Prozess gegen den früheren SPD-Bundestagskandidaten Rainer Pfeffermann fortgesetzt worden.
Auf ihn habe die 39-jährige Parteifreundin, die Pfeffermann der sexuellen Nötigung bezichtigt, sehr glaubwürdig gewirkt, sagte Volker Wagner, Vorsitzender der SPD Melsungen, im Zeugenstand.
Als weiteren Zeugen hat die 5. Strafkammer des Landgerichts für Mittwoch den Vorsitzenden der Kasseler SPD Bürgermeister Jürgen Kaiser geladen.
Der Fall des früheren Bundestagskandidaten Rainer Pfeffermann hat nicht nur die SPD in Stadt und Landkreis Kassel beschäftigt. Im Verfahren gegen den 43-Jährigen vor dem Kasseler Landgericht wurde auch der Vorsitzende der Melsunger SPD Volker Wagner am Mittwoch als Zeuge gehört.
Das mutmaßliche Opfer hatte sich Wagner bei einem Gespräch Mitte Juli 2009 anvertraut. Eine Bekannte hatte ihn zuvor um Unterstützung gebeten. Er begleitete die 39-Jährige auch zu einem Vermittlungsgespräch mit der Spitze der Kasseler SPD zwei Tage vor Pfeffermanns Rücktritt.
Seine Rolle habe er dabei gewissermaßen als „väterlichen Schutz“ empfunden, sagte Wagner. Als weitere Unterstützung hatte er Martina Werner hinzugebeten, die Ende 2009 für die SPD bei der Bürgermeisterwahl in Spangenberg kandidierte.
Werner und ihm habe die 39-Jährige gesagt, dass Pfeffermann ihr gegen ihren Willen in die Hose gefasst habe, berichtete Wagner. Diese Schilderungen haben „auf mich einen absolut glaubwürdigen Eindruck gemacht“.
Ähnlich hatte sich Martina Werner am Montag vor Gericht geäußert. Vor Pfeffermanns Rücktritt am 23. Juli 2009 kursierten in der SPD bereits Gerüchte über eine angebliche Anzeige. Die 39-Jährige benachrichtigte die Polizei allerdings erst vier Tage später. Er könne sich vorstellen, dass die Frau damit aus Gründen der Parteiräson gezögert habe, sagte Wagner. (clm)
Mehr zu diesem Thema in der Donnerstagsausgabe der HNA.
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(14.0)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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