324.01.10|KasselFacebook
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift a / A
Kassel. Dass eine ostdeutsche Frau Bundeskanzlerin geworden und ein Homosexueller Bundesaußenminister ist, wäre ohne die Grünen nicht denkbar. Zu diesem Schluss kam Tarek Al-

Ein Loblied: Die Kasseler Grünen feierten am Freitagabend im evangelischen Gemeindehaus in Wehlheiden ihren 30. Geburtstag. Unser Foto zeigt von links den Landtagsabgeordneten Dr. Andreas Jürgens, Gründungsmitglied Richard Schramm, Stadträtin Anne Janz, die Kasseler Kreisvorsitzende Eva Koch, Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch, Landesvorsitzenden Tarek Al-
Vor 200 Gästen hatte Al-
Er lobte die Kasseler Partei, die 16 Prozent der Stimmen bei der jüngsten Kommunalwahl auf sich vereinte und in der Folge sogar zwei Landtagsabgeordnete stellt; eine Partei, aus deren Reihen eine grüne Bundestagsabgeordnete kommt und die demnächst sogar zwei grüne Stadträte statt bislang einen in der Verwaltung stellt.
Trotz aller Erfolge auch auf Landes-
Landtagsabgeordneter Dr. Andreas Jürgens, der die Partei in seiner Rede von der Geburt über die Flegeljahre bis zum Erwachsenenalter liebevoll begleitete, machte deutlich, dass Kassel eine wichtige Keimzelle der Grünen war.
So wurde hier auf Kommunalebene 1981 die allererste rot-
Einen Flirt mit der CDU wagte die Kasseler Grünen-
Augenzwinkernd berichtete danach Roland Schäfer (Ortsbeirat Südstadt) von den Anfängen der Aktivisten. Wie sie sich in der Motzstraße über die gleichgeschlechtliche Ehe die Köpfe heiß redeten, um schließlich friedlich im „Dizzy“ mit einem Schoppen den Abend zu beenden. Von einem Grünen-
Höhepunkt des Vortrags war die Geschichte über ein selbst getextetes und komponiertes Parteilied eines Kasseler Grünenmitglieds, dessen Refrain mit „Grün ist die Hoffnung, Grüne sind auch wir“ beginnt.
Weil das Vorhaben vernichtende Kritik erfuhr, trat der Komponist danach sofort aus der Partei aus.
Von Beate Eder