Kassel. Diejenigen, von denen sich viele SPD-Mitglieder Aufklärung im Fall Pfeffermann erhofften, kannten keine Details. Das ist am Mittwoch bei der Zeugenaussage von Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser vor dem Landgericht deutlich geworden.

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Ihm habe die 39-Jährige am 21. Juli 2009 signalisiert, dass sie Ex-Bundestagskandidat Rainer Pfeffermann wegen sexueller Nötigung anzeigen wolle, sagte Kaiser. „Es steht mir nicht zu darüber zu urteilen“, wie viel Wahrheit hinter den Vorwürfen steckte.
Diejenigen, von denen sich viele SPD-Mitglieder Aufklärung im Fall Pfeffermann erhofften, kannten keine Details. Das ist gestern bei der Zeugenaussage von Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser vor dem Landgericht deutlich geworden.
Ihm habe die 39-Jährige am 21. Juli 2009 signalisiert, dass sie Ex-Bundestagskandidat Rainer Pfeffermann wegen sexueller Nötigung anzeigen wolle, sagte Kaiser. „Es steht mir nicht zu darüber zu urteilen“, wie viel Wahrheit hinter den Vorwürfen steckte. Zwei Tage später war Pfeffermann zurückgetreten.
© Archivfoto: Zucchi/dpaRainer Pfeffermann erlebte gestern den dritten Verhandlungstag. Dem Ahnataler wird vorgeworfen zwei Frauen sexuell genötigt zu haben.Als Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Kassel-Stadt „haben mich die politischen Konsequenzen umgetrieben“, sagte Kaiser. Ähnlich hatte sich bereits der Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen-Nord Manfred Schaub im Zeugenstand geäußert. Allerdings hatte der auch versucht zu vermitteln. Welches Ziel Schaub dabei verfolgte, sei ihm nie klar geworden, sagte Kaiser.
Ähnlich ratlos habe er das verfolgt, sagte Volker Wagner, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands in Melsungen. Ihm hatte sich das mutmaßliche Opfer, das aus dem Kasseler Stadtteil Wehlheiden stammt, anvertraut. Aber er könne sich vorstellen, dass die Frau aus Gründen der Parteiräson mit der Anzeige gezögert habe. Wagner nahm auch an dem Vermittlungsgespräch am 21. Juli 2009 teil, das Schaub organisiert hatte.
Vorher habe ihm die 39-Jährige gesagt, dass Pfeffermann ihr gegen in die Hose gefasst habe, sagte Wagner. Diese Schilderungen haben „auf mich einen absolut glaubwürdigen Eindruck gemacht“.
Der Tag, um den sich alles dreht, ist der 6. April 2009. Damals soll Pfeffermann die Parteifreundin in seinem Haus in Ahnatal sexuell genötigt haben. Nach Angaben der 39-Jährigen habe sich der SPD-Politiker mit seinem Unterarm auf ihrer Brust gestemmt und sie gegen die Wand gedrückt. Genau so soll sie es einer Mitarbeiterin des Frauen-Notrufs in Göttingen im Mai 2009 nicht berichtet haben. Im Zeugenstand sagte die 46-Jährige jedoch, Pfeffermann soll eine Hand am Hals des mutmaßlichen Opfers gehabt haben. So sei es ihr geschildert worden. (clm)
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