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Test: Viele Bringdienste liefern zu kleine Pizzen

Durchmesser entsprechen oft nicht dem Angebot

Test: Viele Bringdienste liefern zu kleine Pizzen

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Kassel. Viele Kasseler Bringdienste liefern kleinere Pizzen aus, als der Kunde bestellt hat. Das ergab ein Test der HNA. Über 20 Pizzen von fünf (zufällig ausgewählten) Lieferanten wurden getestet.

HNA-Watchblog

Reaktion: Redaktionsleiter Uli Hagemeier reagiert auf die Kritik (siehe Kommentare)

Das Ergebnis: Die tatsächlichen Durchmesser der Teigscheiben liegen zuweilen bis zu vier Zentimeter unter der Größe, die dem Kunden angeboten wird. Eva Raabe, Leitende Beraterin der Verbraucherzentrale Hessen in Kassel, rät: „Wenn nicht geliefert wird, was bestellt wurde: Entweder die Pizza ablehnen oder nicht den vollen Preis bezahlen.“

In zwei Fällen hätte der angebotene Durchmesser die Größe der gelieferten Pizzaschachtel sogar übertreffen müssen. Nur Joey’s Pizza-Service lieferte zwei Test-Pizzen mit dem angegebenen Durchmesser. Besonders groß ist der Unterschied bei den Bringdiensten L’italiano und Dinos Pizza-Taxi. Die L’italiano-Pizza „Safari“ Maxi hatte im Test einen Durchmesser von 26 statt 30 Zentimetern. Sie kommt im 28-Zentimeter-Karton, der für eine größere Pizza zu klein wäre.

„Unsere Bleche messen 30 Zentimeter im Durchmesser“, sagt Geschäftsführer Silvio Balta. Die verwendeten Teigkugeln hätten immer das gleiche Gewicht. Wenn sich der Durchmesser ändere, liege es daran, wie flach der Teig ausgerollt werde. Teig und Belag seien mengenmäßig aber immer gleich. Eine Schrumpfung während des Backens von 30 auf 28 Zentimeter sei normal. Eine Differenz von immer noch zwei Zentimetern sei dagegen sehr ungewöhnlich.

Zwar könne man über Toleranzen streiten, sagt Eva Raabe. „Dann darf man aber auch nicht mit einer zentimetergenauen Größe werben.“ In einem Fall, wo Verpackung und Pizza kleiner seien als angeboten, zähle das Toleranz-Argument nicht mehr. „Nur weil die Pizza kleiner ist als angegeben, ist nicht automatisch der Tatbestand des Betruges erfüllt“, sagt Rechtsanwalt Jürgen Sigg von Löwenstein.

Von Jan Baetz

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