Kassel. Die frühere Eon-Tochter Thüga hat beste Chancen, die 24,9-Prozent-Beteiligung an den Städtischen Werken Kassel vom Energiekonzern Vattenfall zu übernehmen. Das Stadtwerke-Konsortium Thüga gelte als „bevorzugter Bieter“, bestätigte Vattenfall-Sprecherin Sandra Kühberger.
Interesse hat nun auch die Freiburger Initiative „Energie in Bürgerhand“ (EiB) geäußert. Kürzlich hat sich dazu der Vorstand der Genossenschaft bei Vertretern von SPD, CDU und Grünen im Kasseler Rathaus vorgestellt. Es habe jedoch noch keinen Kontakt zu Vattenfall gegeben. Vattenfall kann seinen Anteil im Wert von etwa 60 Millionen Euro nur mit Zustimmung der Stadt Kassel verkaufen. Vorgaben aus Kassel sind, dass der neue Anteilseigner ein Partner aus dem Energiegeschäft sein und kommunale Gesellschafter haben sollte. Beides trifft auf die Thüga zu. Hauptanteilseigner des inzwischen fünftgrößten deutschen Energiekonzerns Thüga sind mit je 20,53 Prozent die Stadtwerke Frankfurt (Mainova), Hannover (Enercity) und Nürnberg (N-Ergie). Die restlichen 38,41 Prozent hält der Verbund Kom9, dem 45 kleinere Stadtwerke angehören. Kassels Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD) bestätigte informelle Kontakte auf Anfrage: „Wir haben gute Gespräche mit der Thüga.“ Am kommenden Montag sollen alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung über den Stand der Verhandlungen informiert werden.
Das Interesse von „Energie in Bürgerhand“ dürfte besonders den Fraktionen von SPD und Grünen wie gerufen kommen. Erst kürzlich hatten sie mit einem Antrag eine Bürgerbeteiligung an den Städtischen Werken angeregt.
EiB verfügt über etwa 28 Millionen Euro von 5000 Bürgern, mit denen die Genossenschaft bei der Thüga einsteigen wollte. Doch die Verhandlungen scheiterten. Nun sucht EiB nach neuen Partnern.
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Von Claas Michaelis
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(18.8)%1. Weiterhin über die Wegmannstraße
(67.2)%2. Über die Waldecker Straße und Am Ziegenberg
(14.0)%3. In einer kombinierten Lösung über beide Straßen



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