629.09.1029.09.10|Kassel|42 Kommentare
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Kassel. Zur Premiere des Circus Voyage haben 30 Tierschützer gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen demonstriert. Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (BMT) möchte mit der Aktion seinen Unmut über die Aufhebung des Verbotes von Wildtieren in Zirkussen ausdrücken.
„Ich bin enttäuscht, dass die Stadt Kassel klammheimlich das Verbot gekippt hat“, sagt Karsten Plücker, Leiter des Tierheims Wau-Mau-Insel.
Die Leitlinien für die Haltung von Zirkustieren seien veraltet. „Wenn man die Größenverhältnisse für die Elefantentierhaltung mit der von Katzen vergleicht, dann könnten Katzen auch im Pappkarton gehalten werden“, sagt der Tierschützer. Laut Plücker gelten die Leitlinien für Tiere, mit denen gearbeitet wird. Unter den Tieren des Circus Voyage gebe es aber auch Nashörner und Giraffen, die als nicht „dressierbar“ gelten und lediglich zur Schau gestellt würden.
Der Tierschützer betonte, dass es ihm nicht um ein generelles Tierverbot in Zirkussen gehe: Es gebe beispielsweise Hunde, die gut dressierbar seien und Freude an der Arbeit hätten. Zirkus-Pressesprecherin Bettina Richter erklärte, dass es ihren Tieren gut gehe. „Bei uns kann sich jeder ein Bild davon machen, wie die Tiere gehalten werden.“ Es sei wichtig, dass die Haltung kontrolliert werde. Ein generelles Verbot von Wildtieren gefährde Tausende Arbeitsplätze. (alh)

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